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Großer Bahnhof bei der Premierenfeier zum neuen Stumm-Musical

Neunkirchen. „Stargast“ bei der Premierenfeier war Martin Leutgeb, einer der Väter des Neunkircher Musical-Projektes. Er gratulierte Regisseur Matthias Stockinger, der Leutgebs „Stumm. Das Musical“ neu inszeniert hatte. Elke Jacobi

Nachdem bereits ein Großteil der leckeren Schnittchen vertilgt war, das ein oder andere Gläschen getrunken, viele Küsschen verteilt und Neuigkeiten ausgetauscht waren, verkündete Oberbürgermeister Jürgen Fried das, was die Gäste der Premierenfeier nur zu gerne hören wollten: "Auch 2017 wird es mit dem Musical-Projekt weitergehen." Details gab es allerdings noch keine - aber der neue Regisseur und Neunkircher Bub mit bundesweiter Musical-Bühnen-Erfahrung Matthias Stockinger wird wohl in seine zweite Runde gehen. Dass es weitergeht, das freute nicht nur die rund 100 Projekt-Teilnehmer und ihre Freunde und Verwandten. Auch Martin Leutgeb macht das froh. Der hatte keine Mühen gescheut. Einen Tag nach seinem 50. Geburtstag war der Österreicher acht Stunden lang im Zug unterwegs, um zur Premiere von "Stumm" rechtzeitig in Neunkirchen zu sein. "Das muss scho sei", sagte er im Anschluss an das Stück beim Sauerstoff-Tanken im Freien schon vor der großen Premierefeier im schönsten österreichischen Slang. Leutgeb - bekanntermaßen einer der Väter des Neunkircher Musical-Projektes - hat auch "Stumm" geschrieben, Premiere war 2009, Wiederaufnahme 2010. Stockinger hat was ganz Neues daraus gemacht.


Küsschen hier, Küsschen da, Gratulation vom großen Meister an Stockinger, Austausch mit Schauspiel-Kollegin Nina Schopka, der Leutgeb eine lange Liste laufender Film- und Theaterprojekte nennen konnte - es war das reinste Defilée vor den Türen der Gebläsehalle.

Schwelgen in Erinnerungen



Gerne schwelgte Leutgeb im Gespräch mit der SZ aber auch in Erinnerungen. Wie das noch war, als das Projekt seinen Anfang nahm, als die Gebläsehalle noch in ihrem unumgebauten Zustand war ("War scho ach schee, göell?"), vom Riesenerfolg von "Merlin", dem ersten richtig eigenen Stück des Projektes im zweiten Jahr des Bestehens und und und. Aber die neue Halle gefällt ihm schon, dem Österreicher. Und so stürzte er sich dann auch gerne gemeinsam mit den Projekt-Teilnehmern, Angehörigen und Ehrengästen in die Stumm-Bar, um zu plaudern, die Dankesreden der Stab-Mitglieder an die Teilnehmer zu hören, die Überreichung der Geschenke von den Teilnehmern an den Stab zu sehen und natürlich um die die Gerüchte über ein Ende des Projektes zerstreuende Rede des OB zu hören.