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Großeinsatz ohne Ergebnis – keine Person in der Blies gefunden

Neunkirchen. Ein Riesenaufgebot an Feuerwehr- und Polizeikräften suchte am Dienstagabend stundenlang nach einer Person, die vermeintlich in der Blies gesehen worden war. Schließlich wurde die Aktion ergebnislos abgebrochen. bea/hek

Nachdem Passanten am Dienstagabend, 16. August, über den Notruf eine in der Blies treibende Person gemeldet hatten, unterstützte die Feuerwehr Neunkirchen mit einem Großaufgebot an Kräften die Polizei bei der Suche nach der Person. Zunächst suchte die Polizei alleine nach der in der Blies gesichteten Person, von der Passanten Arme und Beine gesehen haben wollen. Nach Angaben eines Neunkircher Polizeisprechers waren auch Taucher der Polizei im Einsatz, die die Blies ausleuchteten. Gegen 20.30 Uhr zog die Polizei die Feuerwehr zur Unterstützung bei der Suche hinzu.


Zunächst wurde nur der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt alarmiert, später auch die Löschbezirke Furpach und Wellesweiler sowie die Wasserrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Beginnend ab der Brücke der Gustav-Regler-Straße über die Blies bis an ein Stauwehr hinter Wellesweiler, kurz vor Niederbexbach, suchten die Feuerwehrleute gründlich die Blies sowie den Uferbereich nach der Person ab. Mit zwei Rettungsbooten aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Furpach suchten Feuerwehrleute die Blies flussabwärts ab. Begleitet wurden sie an beiden Ufern, soweit es die Vegetation zuließ, von Suchtrupps zu Fuß. Im oberen Suchabschnitt, von der Gustav-Regler-Straße aus, erhielt die Neunkircher Wehr Unterstützung durch die Wasserrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Angeleint und in Neoprenanzüge gekleidet suchten die ausgebildeten Feuerwehrtaucher aus der Landeshauptstadt in der nur etwa hüfthohen Blies und in der Uferböschung nach der Person. In der hereinbrechenden Dunkelheit leuchtete die Feuerwehr mit Scheinwerfern teilweise von den Bliesbrücken aus den Flusslauf aus. Beispielsweise ging auf der Theodor-Heuss-Brücke an der Fernstraße die Drehleiter mit am Rettungskorb montierten Scheinwerfern in Stellung. Koordiniert wurde die Suchaktion der Feuerwehr vom Einsatzleitwagen aus dem Löschbezirk Wellesweiler an der Bliesbrücke der Gustav-Regler-Straße aus. Nach rund zweieinhalb Stunden intensiver Suche brach die Feuerwehr die Suche nach der in der Blies gesehenen Person ergebnislos ab. Eine Person oder auch nur Anzeichen für eine in der Blies treibende Person konnten die Einsatzkräfte nicht finden.

Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen rückte mit 70 Einsatzkräften und elf Einsatzfahrzeugen sowie zwei Rettungsbooten aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Furpach und Wellesweiler aus. Zur Unterstützung bei der Suche in der Blies rückte die Berufsfeuerwehr Saarbrücken mit mehreren Wasserrettern und einer speziellen Gerätewagen-Wasserrettung sowie einem Führungsfahrzeug aus. Die Polizei beteiligte sich mit mehreren Streifenwagen an der Suchaktion. Außerdem rückte ein Rettungswagen des DRK zur medizinischen Absicherung des Einsatzes aus. In dem mehrstündigen Einsatz wurde der gesamte Verlauf der Blies zwischen der Innenstadt und Wellesweiler gründlich abgesucht. Eine Person konnte indes nicht gefunden werden, weshalb der Einsatz um kurz vor 23 Uhr abgebrochen wurde.



Gestern um die Mittagszeit waren mehrere Feuerwehrleute wieder im Einsatz. Sie suchten die Blies von der Gustav-Regler-Straße stromabwärts erneut ab und hatten ein Boot im Einsatz. Wie Pressesprecher Christopher Benkert am Mittag mitteilte, blieb aber auch dieser Sucheinsatz ohne Ergebnis. "Es konnte nichts festgestellt werden", bestätigte gestern Abend ein Polizeisprecher.