| 20:41 Uhr

Geldnot
Große Scheine sind kaum klein zu kriegen

500-Euro-Scheine sind ein eher unbequemes Zahlungsmittel. Das stellte auch SZ-Leser Gerhard Schappe aus Neunkirchen fest, als er einen Schein in einer Sparkasse wechseln wollte.
500-Euro-Scheine sind ein eher unbequemes Zahlungsmittel. Das stellte auch SZ-Leser Gerhard Schappe aus Neunkirchen fest, als er einen Schein in einer Sparkasse wechseln wollte. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Neunkirchen. SZ-Leser-Reporter Gerhard Schappe ärgerte sich über eine Sparkasse, die seinen 500-Euro-Schein nicht wechseln wollte. Von Solveig Lenz-Engel

Der größte Geldschein in der Euro-Zone ist der 500-Euro-Schein, den viele Leute noch nie zu Gesicht bekommen haben, weil er als Zahlungsmittel eher nicht geeignet ist. Vielerorts wird die lila Banknote nämlich nicht akzeptiert. Außerdem hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) 2016 das Ende dieses Scheins, der im Verdacht steht, illegale Geschäfte zu erleichtern, beschlossen. Ende dieses Jahres soll die Produktion des teuren Papiers beendet werden.


Was dem SZ-Leser-Reporter Gerhard Schappe aus Neunkirchen wenig nutzte, als ihm ein Geldautomat unerwünscht und unerwartet 500 Euro am Stück statt gestückelt ausspuckte. Wie Schappe der SZ schreibt, ging er mit diesem unerwünschten Schein zum Wechseln in die Filiale der Sparkasse Neunkirchen im Saarpark-Center. Mit Hinweis auf das Geldwäschegesetz habe eine Bankmitarbeiterin das Wechseln verweigert, was Schappe ziemlich ratlos machte.

Die SZ fragte bei der Sparkasse Neunkirchen nach. Wie ein Mitarbeiter des Geldinstituts mitteilte, könnten Sparkassen-Kunden 500-Euro-Scheine selbstverständlich gewechselt bekommen, für „Fremdkunden“ sei der Service nur bis 200 Euro möglich. Der logistische Aufwand beim Umgang mit diesen Scheinen sei groß. Die Sparkasse gibt den Rat, bei solchen Problemen die eigene Hausbank anzusprechen. SZ-Leser-Reporter Gerhard Schappe wurde seinen dicken Schein dann doch noch los. In einer Apotheke galt es eine höhere Summe zu begleichen. Der Schein wurde gerne genommen.



Sie wissen, was in Ihrem Ort passiert? Können Ärgerliches, Schönes, Kurioses berichten? Dann schicken Sie uns doch einfach alles als Leser-Reporter. Wir recherchieren Ihre Tipps.

Für Sprachnachrichten aufs Band (bitte sprechen Sie Ihre Daten langsam und deutlich auf) nutzen Sie die Telefonnummer (0681) 5 95 98 00, oder schicken Sie alles an unsere E-Mail-Adresse leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular.