Grill-Vergnügen ohne Grenzen

Der Neunkircher Zoo ist um eine Attraktion reicher. Seit dem 1. Mai verfügt der Tiergarten über einen riesigen Grill. Auch der saarländische Umweltminister Reinhold Jost war am Premieren-Tag dabei und zeigte sich begeistert.

. Auf einer Waldlichtung im Neunkircher Zoo , in der Nachbarschaft der Rothunde steht seit einigen Tagen ein weißes Zelt. Nicht etwa das Zuhause neuer tierischer Bewohner, sondern eines Grills .

Dass der einen eigenen Unterschlupf braucht, liegt daran, dass es sich um ein Rekordexemplar handelt: zehn Quadratmeter Grillfläche, dreieinhalb Tonnen Gewicht, 120 Heizstäbe für Ober- und Unterhitze, zehn Thermostate. "Wir können ihn also so schnell nicht wieder hier wegbewegen", sagte Zoodirektor Norbert Fritsch bei der Einweihung am Sonntag. Doch der Grill - laut Zoo ist es der größte Grill der Welt - ist aus resistentem Edelstahl, wird im Zelt also der Witterung standhalten.

Gespendet wurde er von der Firma Ha-Ra: Pia Raab, Verwaltungsratspräsidentin vom Stiftungsrat der Ha-Ra-Stiftung erklärte, man wolle so das Engagement ihres verstorbenen Mannes Hans Raab fortführen, der sich stets für Mensch, Tier und Umwelt eingesetzt habe. "Der Gedanke 'Einklang mit der Natur' ist uns sehr wichtig." Zoodirektor Norbert Fritsch verstand daher die Spende nicht nur als materielle Zuwendung, sondern auch als ideelle Wertschätzung. "Wir sehen uns ja eben als Einrichtung, die den Einklang mit der Natur fördern will."

Eine finanzielle Spende gab es noch obendrauf: Zur Einweihung des Grills richteten Ha-Ra, die Naturlandstiftung Saar , Curry Schörry, das Institut für Wirtschaftsdynamic MEC und die Kreisstadt Neunkirchen ein Fest aus, dessen Erlös von über 2000 Euro dem Zoo zufließt. Auch das Zoo-Restaurant und Bachs Braumanufaktur beteiligten sich. Zu essen gab es Bio-Würste, natürlich vom neuen Grill. Kurz vor 16 Uhr meldete Griller Michael Rennig von MEC, dass die letzten der 640 Stück gerade über die Theke gingen. Und auch die acht Meter lange "Extra-Wurst", die man als Grill-Herausforderung für den saarländischen Umweltminister und Schirmherrn der Veranstaltung, Reinhold Jost mitgebracht hatte, war verkauft. Jost hatte offensichtlich Spaß an der Grill-Herausforderung, brutzelte, bediente und scherzte. Der Neunkircher Zoo liegt ihm am Herzen: "Ich bin Pate eines Rothundes und der Schopfmakaken."

Auf dem Festplatz war einiges los: Der Nachwuchs vergnügte sich auf der Hüpfburg, die Erwachsenen saßen auf den Bänken und genossen die Sonne. Zoodirektor Fritsch gefiel das Treiben. "Wir haben lange gezittert, ob das Fest wegen des Wetters überhaupt stattfinden kann." Auch hatte es natürlich etwas gedauert, bis Zootechniker Thomas Frank den Riesen installiert hatte. Fortan will Fritsch auf der Lichtung öfter entsprechend große Feste veranstalten, bei denen der Mega- Grill zum Einsatz kommen kann.