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Globus freut sich tierisch auf den neuen Markt in Neunkirchen

Kostenpflichtiger Inhalt: Ortsrat Neunkirchen : Globus freut sich tierisch auf den neuen Markt

Ansiedlung des Verbrauchermarktes war Thema im Ortsrat Neunkirchen. Das 13-köpfige Gremium tagte im Ratssaal, um Abstand wahren zu können.

Die Namen auf den Mikrophonen passten nicht, normaler Weise ist der Ratssaal dem Stadtrat vorbehalten. Aber was ist derzeit schon normal: Um den Mindestabstand zu gewährleisten, tagte der mit Ortsvorsteher Volker Fröhlich 13-köpfige Ortsrat Neunkirchen am Mittwochabend im großen Ratssaal - statt wie vor Covid-19 in einem der Sitzungsräume des Rathauses.  Wobei sich der Umzug insofern lohnte, als sich etliche Zuschauer zum Termin einfanden, für die auf der Tribüne ausreichend Platz zur Verfügung stand. Grund für das Interesse waren die Tagesordnungspunkte 3 und 4, bei denen es um planungsrechtliche Details bezüglich der Globus-Ansiedlung ging.

Spektakuläres oder auch nur wirklich Neues bot die Sitzung indes nicht. Zwei Verträge sollen abgeschlossen werden, wie Bauamtsleiter Jürgen Detemple kurz erläuterte. Inhaltlich dreht es sich um Anpassungen der Infrastruktur und eine Zusatzvereinbarung, die unter anderem die Größe der Vorkassenzone begrenzt. Michael Braun, Projektleiter der FIRU-Gesellschaft, stellte die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung und der eigentlichen Offenlegung zum Bebauungsplan Nr. 129 „Stadtkernerweiterung II“ vor. Insgesamt waren fünf zum Teil umfangreiche Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit eingegangen. „Der Einzelhandel war dabei das größte Thema“, so Braun. 31 Träger öffentlicher Belange hatten sich auf die Offenlegung hin zu Wort gemeldet, außerdem drei Nachbargemeinden. Für alle gilt: „Die geäußerten Bedenken und Belange konnten abschließend behandelt werden.“ Als Reaktion darauf habe man lediglich die „Begründung redaktionell bearbeiten“ müssen, ansonsten seien keinerlei Änderungen der Pläne erforderlich gewesen und vorgenommen worden.

Die einzige Nachfrage kam von Julian Sieren (CDU) bezüglich der Verkehrsanbindung per Kreisel. Doch die steht nicht wirklich zur Debatte, so die Antwort. Favorisiert habe man eine Lichtsignalanlage, weil sich dank dieser Verkehrsströme tagesaktuell regulieren lassen. Zudem wäre der Rückstau bei einer Kreisellösung größer.

Andreas Bohlen, Regionalleiter bei Globus, nutzte die Gelegenheit für ein kurzes Statement: „Wir kommen langsam zum Ende eines langen Verfahrens.“ Da sei es an der Zeit, sich „für die Unterstützung und das Vertrauen in unser Unternehmen“ zu bedanken. „Wir freuen uns wirklich tierisch auf den neuen Markt und darauf, ein Teil von Neunkirchen zu werden.“ Was von den Ortsratsmitgliedern, die zuvor alle Vorschläge einstimmig befürwortet hatten, mit Klopfen auf den Tischen honoriert wurde.

Danach lehrte sich die Tribüne und Ortsrat und Verwaltungsmitarbeiter waren wieder unter sich. Ob es dieses Jahr eine Seniorenfeier geben wird, steht derzeit in den Sternen. Da die Nutznießer dieser Veranstaltung aber allesamt zur Corona-Risikogruppe gehören, ist ein Termin in 2020 schon einigermaßen unrealistisch, waren sich die Anwesenden einig.Fröhlich verlas diverse Anträge der Fraktionen, so wünscht sich die CDU einen Zugang zum Ratsinformationssystem für den Ortsrat. Außerdem ersuchen die Christdemokraten die Verwaltung, die Schlaglöcher in den Straßen Unten am Steinwald und schützenhausweg zu beseitigen. In Folge der Sperrung Bliesstraße besteht derzeit eine zum Teil stark erhöhte Verkehrsbelastung in dem Wohngebiet, die sich inzwischen in massiven Straßenschäden manifestiert.

Zum Schluss gab es dann noch ein zweites Novum: Ortsvorsteher Fröhlich konnte keinen Termin für die nächste Sitzung benennen: „Wir müssen abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt.“ Noch sei nicht absehbar, wann die Verwaltung wieder zu einer normalen Arbeitsweise zurückkehrt.