Gitarrenriffs treffen auf Dudelsack-Klänge

Neunkirchen · Ein abwechslungsreiches Konzert mit „Wanderreigen“ und „Reysswolf“ erlebte am Donnerstagabend das Publikum in der Stummschen Reithalle. Gitarrenriffs, donnernde Drums und Folk-Klänge dominierten.

 Die Band „Reysswolf“ in der Stummschen Reithalle. Foto: See

Die Band „Reysswolf“ in der Stummschen Reithalle. Foto: See

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Früher wurde an diesem Ort geritten, heute wird darin gerockt: Die Stummsche Reithalle war am vergangenen Donnerstagabend Veranstaltungsort für ein Metal-Konzert der Neunkircher Folk-Metal-Band "Wanderreigen" und der Regensburger Mittelalter-Metal-Band "Reysswolf". Etwa 60 Metal-Freunde hatten sich in der Halle eingefunden, um das knapp zweistündige Konzert zu verfolgen. Was sie zu hören bekamen, war dem Genre entsprechend und solide vorgetragen: Druckvolle Gitarrenriffs, donnernde Drums und der ständig wiederkehrende Einsatz von Folk-Instrumenten wie Dudelsack und Querflöte sorgten für Abwechslung.

Reysswolf eröffnete den Abend. "Ich habe gehört, dass die Saarländer ein Partyvolk sind. Woran liegt es dann, dass hier noch so viel Platz ist?", fragte Sänger Fenris und bat die hartgesottenen Metal-Fans näher an die Bühne. Mit ihren selbstgeschriebenen Songs und Texten, die von kantigen Gitarrenschlägen untermalt und durch mittelalterliche Elemente wie Sackpfeife und Drehleier unterstützt wurden, heizten die Reysswölfe ihrem Publikum ein und versetzten es in Feierstimmung. Dabei war die Band alles andere als eingespielt: Nachdem der langjährige Gitarrist Frank die Band verlassen hatte, wurde mit Patrizius ein Ersatz gefunden. "Er hatte nur drei Tage Zeit, um dieses Set zu lernen", sagte Fenris und sprach seinem neuen Gitarristen ein großes Lob aus. Viel Lob hatten die Besucher für die ganze Band übrig. "Ich freue mich sehr, wieder im Saarland zu sein und freue mich noch mehr über diesen tollen Empfang", bedankte sich Sänger Fenris und leitete die verlangte Zugabe ein.

Eingespielter war dann Wanderreigen, die die Besucher in ihrer Art begrüßte: "Eine Tradition bei unserer Band ist es, dass wir dem jeweiligen Auftrittsort zuprosten", sagte Frontmann Benny Setz. Auf den Gruß "Prost Neunkirchen !", antwortete das Publikum "Prost Wanderreigen!", was den Sänger der Band sichtlich freute: "Eindeutig besser, als bei unserem Auftritt in der Pfalz", so Benny Setz mit einem Augenzwinkern. Der Auftritt der Band überzeugte im Gegenzug das Publikum. Ob schnell und laut oder auch phasenweise etwas langsamer und leiser, Wanderreigen wusste mit solidem Musikhandwerk zu überzeugen. Mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, aber auch mit Sackpfeife und Querflöte schaffte die Band eine abwechslungsreiche Atmosphäre. Das Publikum, dem der Metal-Abend in der Reithalle sichtlich gefiel, dankte mit begeistertem Applaus.

Florian Grömminger gefiel der Abend ebenfalls. "Ich bin mit meinem Vater hergekommen", erzählte der Student, beiden gefalle dieses Genre sehr. "Als mir mein Vater sagte, dass Wanderreigen in Neunkirchen spielt, wollten wir da unbedingt hin."

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