Genussreise durch das Saarland

Fürth. Auch wenn beim achten Leinblütenfest an der historischen Ölmühle Wern in Fürth durchaus die Sonne schien, ließ es sich die ein oder andere graue Wolke nicht nehmen, sich abzu regnen

Fürth. Auch wenn beim achten Leinblütenfest an der historischen Ölmühle Wern in Fürth durchaus die Sonne schien, ließ es sich die ein oder andere graue Wolke nicht nehmen, sich abzu regnen. Damit verstieß das Wetter ein bisschen gegen die Regelung von Patric Bies, der das Fest zusammen mit Willi Wern von der historischen Ölmühle Wern und Bärbel Hanauer organisiert hat: "Wir haben die Regelung, dass es nur vor und nach dem Fest regnen darf."Der Regen störte die zahlreichen Besucher des Festes aber keineswegs. Schließlich konnten sie in der Gaststätte Wern's Mühle bei Kaffee und Kuchen Zuflucht suchen und die Fortschritte bei den Renovierungsarbeiten begutachten. Das Ehepaar Keller, das auch die Linde in Mainzweiler betreibt, hat nämlich Anfang dieses Jahres die Gaststätte in Fürth aufgekauft und mit dem Renovieren begonnen (wir berichteten). Familie Wern gehört jetzt nur noch die historische Ölmühle. "Wir sind oft fünf Tage die Woche hier, um zu renovieren. Wir wollen im Gastraum den alten Stil erhalten und zum Teil wiederherstellen. Die Übernachtungszimmer werden wir unterschiedlich gestalten - traditionell, aber auch witzig", erklärte Markus Keller. Im Dezember soll die Neueröffnung stattfinden; dann wird die Gaststätte "Landhaus im Ostertal" heißen. Gegenüber der Gaststätte und der Mühle lud ein Bauernmarkt zum Bummeln ein. An rund 30 Ständen konnten regionale Produkte wie Käse und Brot der Barockstraße gekauft werden. Inmitten des Marktes stand der Kohlbachtaler Drehorgel Musikant Thomas Martin und drehte fleißig an seiner Kurbel. "Sehr gemütlich hier, und es sind viele Leute gekommen. Das Wetter ist besser, als ich gedacht habe", urteilte er. Allerdings warf er ab und an einen kritischen Blick nach oben, damit er sein teures Instrument im Notfall rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte.

Unter den Besuchern war auch ein Kamerateam des SR. Mit der Ostertalbahn und einem historischen Reisebus war Wolfgang Felk für die Fernsehreihe "Fahr mal hin" zum Leinblütenfest gekommen, um Aufnahmen für eine Folge mit dem Titel "Die andere Genussreise durch das Saarland" zu machen.

Besucher und Besucherinnen wie Christine Koch aus Fürth folgten Werner Butz, früherer Biologielehrer, auf eine kleine Wanderung zu einem Feld, auf dem verschiedenen Ölsaaten wie Leinsamen, Sonnenblumen oder Mariendisteln zu begutachten waren.

Willi Wern (67), der das Museum in der Ölmühle leitet, freute sich über den großen Besucherandrang. Dass sich die Familie Keller Wern's Mühle angenommen hat, freut ihn: "Wir haben mit der Familie Keller einen starken Partner gefunden. Wir sitzen jetzt in einem Boot. In Zukunft sollen die Mühle und die Gaststätte voneinander profitieren." Einen Vorteil hatte der Regen - als Willi Wern von einer Besucherin gebeten wurde, das Mühlrad in Bewegung zu setzen, war der Wasserstand hoch genug. Das Rad drehte sich.