Genüsse für Gaumen und Augen

Der Markt mit Kunsthandwerk und kulinarischen Herbst-Köstlichkeiten wie Schlehenlikör und Kürbissen war das Herzstück des Herbstfests auf Finkenrech. Streichelzoo und Live-Musik rundeten das Fest ab.

Über 60 Händler haben sich bei dem zweitägigen Herbst auf Finkenrech entlang der Wege und Plätze des Umwelt- und Freizeitzentrums präsentiert, allesamt aus der Großregion und mit Produkten aus eigener Herstellung. Die Bänke vor der Bühne waren schon gut besetzt, als Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider bei der Eröffnung am Samstagmittag zum Spaziergang durch die Anlage einlud, "wo man die Seele baumeln lassen kann": "Es hat sich viel verändert hier. Das Hotel hat einen neuen Pächter, der asiatische Garten ist fertig und wir errichten einen für Kinder mit Behinderung geeigneten Spielplatz." Grußworte gab es auch von Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und Rosenkönigin Marina I., auch Ortsvorsteher Manfred Klein war dabei.

Wettermäßig hätte es für die Tourismus und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN) als Veranstalter kaum besser laufen können. In schönstem Sonnenschein erstrahlten die herbstlichen Auslagen: Gestecke aus Zweigen und Moos, dekoriert mit Pilzen und knopfäugigen Bambis, Kürbisse, Äpfel und Federweiser. Anika Knopp und Christiane Herrmann nippten an einem Schlehenlikör. "Hm, fruchtig süß!" Sie hatten schon eine kleine Wanderung hinter sich, als sie auf Finkenrech eintrafen: "Eine Runde mit de Hunde", erklärten sie augenzwinkernd. "Mit denen sind wir sowieso oft hier."

Ein Stückchen weiter zog die Blechwanne von Katja Junker die Besucher an. Es hatte etwas Beruhigendes und man hätte stundenlang zusehen können, wie das Wasser aus den Mäulern bunter Tonfische in die Wanne plätscherte, währende weitere Tonfische auf der Wasseroberfläche trieben. Wie sie die Tiere mit viel Fingerspitzengefühl formt, zeigte die Töpferin gleich vor Ort.

Wie aus Holz filigrane Figuren entstehen, konnte man hingegen bei Daniel Bernhard sehen, um dessen Drechselbank stets eine Besuchertraube stand. Zudem gab es in diesem Jahr eine ganz besondere Attraktion: Jürgen Adam und Peter Kraft präsentierten historische Maschinen, insbesondere eine an eine Lokomotive erinnernde Selbstfahrende Bandsäge. "Damit fuhren früher Lohnarbeiter von Haus zu Haus, um den Leuten Brennholz zu schneiden", erklärte Kraft.

Kleine Besucher amüsierten sich vor allem an den Tiergehegen und in der Bastelecke des Familiennachbarschaftszentrums Neunkirchen . Musikalisch untermalt wurde der Markt am Samstag von Double Malt, am Sonntag vom Musikverein Harmonie Wiesbach und den Bixie Chicks.

Der zweite Markttag startete mit dem traditionellen Erntedankgottesdienst und zog trotz weniger Sonnenschein noch mehr Besucher an als der erste. Stefan Thomas von der TKN ist zufrieden: "Die Veranstaltung wird super angenommen und anhand der Auto-Kennzeichen stellen wir fest, dass sich das Einzugsgebiet stark vergrößert hat."