1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Gefahrgutalarm bei Spedition in Sinnerthal sorgt für Großeinsatz

Gefahrgutalarm : Gefahrgutalarm bei Spedition sorgt für Großeinsatz

70 Einsatzkräfte der Neunkircher Feuerwehr hatten die Lage schnell im Griff.

(red) Zu einem Gefahrgutaustritt auf dem Gelände einer Spedition in Sinnerthal mussten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen und des Gefahrstoffzuges des Landkreises Neunkirchen am frühen Mittwochmorgen, 27. Januar, ausrücken. Schnell konnten die Gefahrgutspezialisten der Feuerwehr Entwarnung geben: Nur eine kleine Menge eines vergleichsweise harmlosen Verdünners war ausgetreten, teilt die Feuerwehr mit..

Was war passiert? Die Mitarbeiter einer Spedition in der Straße Beim alten Hof in Sinnerthal bemerkten beim Entladen eines Sattelaufliegers früh am Mittwochmorgen einen stechenden, chemischen Geruch und einige verrutschte Ladungsstücke. Umgehend stellten sie nach der Entdeckung ihre Arbeit ein und setzten den firmeninternen Alarmplan für Gefahrstoffaustritte in Gang. Das Speditionsgelände wurde evakuiert, die Feuerwehr verständigt. Um 5.21 Uhr wurde Alarm für die örtlich zuständige Feuerwehr der Kreisstadt Neunkirchen sowie für die Kräfte des dezentral aufgestellten Gefahrstoffzuges der Feuerwehren im Landkreis Alarm ausgelöst.

Bei ihrer Erkundung konnten Feuerwehrleute in einem Sattelauflieger eine Palette mit verschiedenen Lösungsmitteln ausmachen, auf der ein kleines Gebinde Leck geschlagen hatte. Ohne großen Aufwand konnte das kaputte Lösungsmittelgefäß in einem Auffangbehälter gesichert und anschließend im speditionseigenen Havarielager deponiert werden. Mit einem Gabelstapler wurde die Palette vorsichtig aus dem Auflieger entnommen und abschließend die kleine Menge ausgetretenen Lösungsmittels mit Spezialbindemittel aufgefangen. Nach einer Stunde schon konnte die Feuerwehr den Gefahrguteinsatz wieder beenden und einrücken.

Die Feuerwehr Neunkirchen und der Gefahrstoffzug des Landkreises war unter dem Kommando von Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack mit knapp 70 Einsatzkräften im Einsatz.

Die große Personalzahl erklärt sich durch den Aufbau des Gefahrstoffzuges aus verschiedenen hochspezialisierten Komponenten, beispielsweise für Messaufgaben, den Einsatz unter Chemikalien-Vollschutzanzügen oder die Dekontamination von Personal und Gerät, die verteilt über die Feuerwehren fast aller Kreiskommunen stationiert sind.