Geburtstagsgruß mit 300 PS

Hüttigweiler. Die Organisatoren von All-Rad-Illtal hatten zur zweiten Oldtimerausstellung alles bestens vorbereitet. Auf dekorativen von Wolfgang Büsch entworfenen Plakaten wurde die Veranstaltung angekündigt, doch der am Sonntag zu Beginn der Ausstellung einsetzende Regen ließ Aussteller und Besucher nur in geringen Massen zum Verzy-Platz pilgern

Hüttigweiler. Die Organisatoren von All-Rad-Illtal hatten zur zweiten Oldtimerausstellung alles bestens vorbereitet. Auf dekorativen von Wolfgang Büsch entworfenen Plakaten wurde die Veranstaltung angekündigt, doch der am Sonntag zu Beginn der Ausstellung einsetzende Regen ließ Aussteller und Besucher nur in geringen Massen zum Verzy-Platz pilgern. Großes Bedauern herrschte am Ausstellungstag über den Tod des Hauptorganisators Thomas Brehm, der vor fünf Wochen plötzlich verstorben war. In seinem Sinn arbeiteten Dieter Schmidt, Wolfgang Büsch, Jörg Baltes, Alfred Jochum, Peter Ritz und Florian Schorr weiter.Von den angekündigten 70 Fahrzeugen wurden wetterbedingt nur 30 vorgestellt. Dennoch war das eine oder andere Oldtimer-Schätzchen zu bewundern. Für Christian Kaup aus Illingen war es eine Verpflichtung seinen Ford Thunderbird Baujahr 1960 in Hüttigweiler zu präsentieren. Seit sechs Jahren ist er im Besitz seines US-Straßenkreuzers. "Im Internet gesucht, in Wyoming/USA gefunden und auf dem Schiffsweg nach hier gebracht", beschreibt Kaup den Weg, auf dem das Gefährt ins Illtal gelangte. "Den Tag als das Auto beim Importeur in Krefeld eintraf vergesse ich nicht, denn an diesem Tag kam auch unsere Tochter Sophie zur Welt", erinnert sich Kaup. Ein Geburtstagsgruß mit 300 PS.

Christoph Weiskircher aus Hüttigweiler stellte seinen VW Faltdach-Käfer, Baujahr 1959 mit seinen 30 PS und 12 ccm Hubraum vor. Das Auto war Zugmaschine eines 65-er Eriba-Puck Wohnwagen. "Mein VW ist das erste Auto, das nach der Währungsreform in das Saarland eingeführt wurde", erklärte Weiskircher und belegt dies mit einer Identitätsurkunde des Volkswagenwerkes. Erster Besitzer war sein Onkel Karl, von dem er auch den Oldtimer später erwarb.

Die weiteste Anreise hatte Wolfgang Pader, der mit seinem Volvo Amazon die 450 Kilometer von Bielefeld aus zurücklegte. Ein Fahrsimulator, der von der Firma DEKRA kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, rundete die Schau ab.