Furpach unterstützt Afrika

Furpach. Etwa 5000 Kilometer liegen zwischen der Grundschule in Furpach und der Grundschule Nummer 24 in der Stadt Assomada auf den Kapverdischen Inseln, inmitten des atlantischen Ozeans. Trotz der großen Distanz verbindet die beiden Schulen seit nicht ganz zwei Monaten eine Partnerschaft, die im Rahmen des Tages der offenen Tür am Samstag vorgestellt wurde

Furpach. Etwa 5000 Kilometer liegen zwischen der Grundschule in Furpach und der Grundschule Nummer 24 in der Stadt Assomada auf den Kapverdischen Inseln, inmitten des atlantischen Ozeans. Trotz der großen Distanz verbindet die beiden Schulen seit nicht ganz zwei Monaten eine Partnerschaft, die im Rahmen des Tages der offenen Tür am Samstag vorgestellt wurde. Bürgermeister Jürgen Fried war es, der den Kontakt zu Rolf-Dieter Müller, dem in Sankt Ingbert ansässigen Honorarkonsul der Republik Kap Verde, hergestellt hat. Dieser war seit einiger Zeit auf der Suche nach einer geeigneten Schule und fand mit der Grundschule Furpach den passenden Partner. "Die Kommunikation mit der Schule im Ortsteil Nhagar war von Beginn an unkompliziert. Für die dortige Direktorin bin ich Mister Wolfgang, ich rede sie mit Misses Isabell an", wie Wolfgang Kornbrust, Direktor der Grundschule Furpach, berichtet. Trotzt Portugiesisch als Amtssprache, sei es kein Problem sich per Mail auf Englisch oder Französisch zu unterhalten. Neben dem gedanklichen Austausch sei auch die materielle und finanzielle Unterstützung der Schule, an der 247 Schüler von zehn Lehrern unterrichtet werden, ein Ziel dieser Partnerschaft. So konnten die Eltern am Tag der offenen Tür Schreibsets, bestehend aus gespendeten Heften und Stiften erwerben, die der Partnerschule gemeinsam mit dem Erlös zu Gute kommen. "Der Verein Europäisch-Kapverdischer Freunde organisiert die Verschiffung von Containern, mit denen Sachspenden und in Deutschland ausrangiertes Schulinventar nach Kap Verde verschickt werden", weist Kornbrust auf die Zusammenarbeit mit dem in Hamburg ansässigen Verein hin. Auch für die Kinder ist dieses Projekt eine spannende Sache. Ganz erstaunt sei man in Nhagar über die grüne Landschaft in Furpach gewesen, ist die Vegetation dort aufgrund der vorherrschenden Trockenheit doch sehr karg. Die Furpacher Kinder freuen sich schon darauf, sich in den kommenden Wochen mit Briefen und selbst gemalten Bildern bei ihren Altersgenossen vorzustellen. Für die Zukunft ist ein Afrikafest geplant, an dem sich die Schüler mit der Gestaltung Afrikanischer Kunstgegenstände beteiligen können. Schuldirektor Kornbrust freut sich über Bereitschaft bei allen, die diese Schulpartnerschaft von Beginn an unterstützt haben. Bei dem großen Engagement scheint das Fernziel, einen gegenseitigen Besuch beider Schulen zu organisieren, durchaus möglich.

HintergrundDie Kapverdischen Inseln liegen 460 Kilometer vor der Westküste Afrikas, auf der Höhe von Senegal. Neun der 15 Inseln, die sich über eine Fläche von 4033 km² erstrecken, werden von etwa 427000 Einwohnern bewohnt. Die Hauptstadt ist Praia, Amtssprachen sind Portugiesisch und Kapverdisches Kreol. Bezahlt wird mit dem Kap-Verde-Ecudo. pra