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Für weniger "Umweltschweinchen" im Wald

Für weniger "Umweltschweinchen" im Wald

Heinitz. Müll gehört nicht auf die Straße oder in den Wald, sondern in den Abfalleimer - da verstehen die Kinder vom Kindergarten Heinitz keinen Spaß. Denn hier legt man großen Wert auf Umweltbewusstsein, bastelt mit wiederverwendbaren Wertstoffen und hält die eigene Umgebung peinlich sauber. Schon seit Jahren beteiligen sich die Kinder an der Aktion "Saarland Picobello" und wollen jetzt auch andere zum Mitmachen animieren. Zusammen mit Karl Heinz Ecker, Geschäftsführer des EVS (Entsorgungsverband Saar), und Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann haben sie deshalb gestern Morgen bei einer Pressekonferenz auf das Problem des unbedachten Müll-Wegwerfens aufmerksam gemacht. Mit dabei waren auch die Kindergarten-Leiterin Ursula Eberhard und das Heinitzer Stadtratsmitglied Frank Lorschiedter, eine Art Quasi-Ortsvorsteher des ortsvorsteherlosen Stadtteils."Ihr seid die Erwachsenen von morgen", erklärte Aumann den Kindern. "Wenn sich bei euch der Gedanke 'Wir müssen unsere Stadt und Umwelt sauber halten' schon jetzt so toll festgesetzt hat, werdet ihr das als Erwachsene sicher weitertragen." Sowieso herrsche in Heinitz ein besonderer Macher-Geist, was das Thema betreffe, sagte Aumann und präsentierte einen großen, verrosteten Eisenbolzen. Kaum habe er Lorschiedter von einen aus der Erde ragenden Eisenstück im Wald berichtet, habe dieser es mit seiner Frau zusammen kurzerhand ausgegraben. Auch die Kinder haben bei bisherigen Picobello-Aktionen schon allerhand Kurioses gefunden. "Sogar einen Swimmingpool!", berichtete ein Junge. "Umweltschweinchen" heißen die Müll-Sünder bei den Kleinen. "Es sind doch überall Mülleimer aufgestellt und an den Wertstoffzentren kann man Kühlschränke und Ähnliches kostenlos abgeben!", betonte Karl Heinz Ecker und wagte angesichts des engagierten Nachwuchses, ein wenig zu träumen: "Vielleicht gibt es im Wald eines Tages gar keine Umweltschweinchen mehr, sondern nur noch Wildschweinchen."

Heinitz. Müll gehört nicht auf die Straße oder in den Wald, sondern in den Abfalleimer - da verstehen die Kinder vom Kindergarten Heinitz keinen Spaß. Denn hier legt man großen Wert auf Umweltbewusstsein, bastelt mit wiederverwendbaren Wertstoffen und hält die eigene Umgebung peinlich sauber. Schon seit Jahren beteiligen sich die Kinder an der Aktion "Saarland Picobello" und wollen jetzt auch andere zum Mitmachen animieren. Zusammen mit Karl Heinz Ecker, Geschäftsführer des EVS (Entsorgungsverband Saar), und Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann haben sie deshalb gestern Morgen bei einer Pressekonferenz auf das Problem des unbedachten Müll-Wegwerfens aufmerksam gemacht. Mit dabei waren auch die Kindergarten-Leiterin Ursula Eberhard und das Heinitzer Stadtratsmitglied Frank Lorschiedter, eine Art Quasi-Ortsvorsteher des ortsvorsteherlosen Stadtteils."Ihr seid die Erwachsenen von morgen", erklärte Aumann den Kindern. "Wenn sich bei euch der Gedanke 'Wir müssen unsere Stadt und Umwelt sauber halten' schon jetzt so toll festgesetzt hat, werdet ihr das als Erwachsene sicher weitertragen." Sowieso herrsche in Heinitz ein besonderer Macher-Geist, was das Thema betreffe, sagte Aumann und präsentierte einen großen, verrosteten Eisenbolzen. Kaum habe er Lorschiedter von einen aus der Erde ragenden Eisenstück im Wald berichtet, habe dieser es mit seiner Frau zusammen kurzerhand ausgegraben. Auch die Kinder haben bei bisherigen Picobello-Aktionen schon allerhand Kurioses gefunden. "Sogar einen Swimmingpool!", berichtete ein Junge. "Umweltschweinchen" heißen die Müll-Sünder bei den Kleinen. "Es sind doch überall Mülleimer aufgestellt und an den Wertstoffzentren kann man Kühlschränke und Ähnliches kostenlos abgeben!", betonte Karl Heinz Ecker und wagte angesichts des engagierten Nachwuchses, ein wenig zu träumen: "Vielleicht gibt es im Wald eines Tages gar keine Umweltschweinchen mehr, sondern nur noch Wildschweinchen."

Der Star des Vormittags war jedoch ein anderes Tier: ein Frosch, das Picobello-Maskottchen Picollo. Während die Kinder rätselten, ob Picollo nun in Wirklichkeit ein Mann in einem Kostüm sei oder vielleicht doch nicht, musste Aumann einen nach dem anderen hochheben und den Frosch genau befühlen lassen. Stolz zeigten die Kinder diesem ihre glitzernde Fastnachtsdeko aus Verpackungs-Folie, außerdem Stelzen, Musikinstrumente und mehr Selbstgemachtes aus Abfall. ani

Auf einen Blick

Bei der Picobello-Aktion, veranstaltet vom EVS in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, am Freitag und Samstag, 21. und 22. März, sollen Straßen und Natur von Müll gesäubert werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, bietet den Teilnehmern jedoch Versicherungsschutz und die Bereitstellung von Handschuhen und Müllsäcken. Anmeldung bis Freitag, 7. März, im Internet unter saarland-picobello.de. Infos auch unter Telefon (06 81) 5 00 06 20. ani