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Für den Ortsrat Neunkirchen gab es Infos zu den verschiedensten Baumaßnahmen.

Ortsrat Neunkirchen : Eine Million für die Verkehrsinfrastruktur

Für den Ortsrat Neunkirchen gab es Infos zu den verschiedensten Baumaßnahmen.

In der Sitzung des Ortsrates Neunkirchen ging es am Donnerstag in erster Linie um das Bauprogramm der Stadt für die Innenstadt mit den Stadtteilen Heinitz, Sinnerthal und Eschweilerhof. Zu Beginn der Sitzung im Ratssaal wies Ortsvorsteher Volker Fröhlich von der SPD darauf hin, dass das Bauprogramm auch mehrere Projekte aus dem Maßnahmenkatalog des Ortsrates enthält. Vorhaben, Kosten und zeitliche Planungen erläuterten die verantwortlichen Mitarbeiter der Verwaltung. Stadtplaner Jörg Lauer stellte verschiedene baurechtliche Angelegenheiten vor wie etwa die Aufstellung, Aufhebung und Änderung von Bebauungsplänen oder von Flächennutzungsplänen. „Darunter sind fünf aktuelle, die derzeit am Laufen sind“, erklärte er und nannte exemplarisch die Bebauungspläne Goethestraße West, am Neuen Markt oder Altseiterstal.

Peter Städtler, der Leiter der Abteilung Tiefbau im Stadtbauamt, informierte über die Planung und Investitionen für verschiedene Straßenbaumaßnahmen, die aber alle erst im nächsten Jahr oder noch später umgesetzt werden können. Das betrifft unter anderem den Ausbau des Zoo-Vorplatzes und den Endausbau Rodenheimweg (jeweils 2021), die Deckenerneuerung in der Marktstraße/Hohlstraße (2022/23) und in der Wellesweilerstraße (2023) oder den Endausbau Altseiterstal (2022/23). Ein wichtiges Projekt, auch im Hinblick auf die Globusansiedlung, sei die Neugestaltung des Kreuzungsbereichs Königsbahnstraße/Bildstocker Straße/Saarbrücker Straße, die 2021 vorgesehen ist. „Dort wird aus zwei Kreuzungen eine gemacht“, erklärte Städtler das Vorhaben.

Als Bestandteil des Radwegekonzepts der Stadt werden demnächst im gesamten Stadtbereich 250 Fahrradabstellanlagen an Freizeiteinrichtungen und anderen Standorten installiert. Noch in diesem Herbst wird am Hauptbahnhof eine derartige Anlage gebaut. Städtler kündigte weiterhin an, dass die Untere Bliesstraße nach Abschluss der Bauarbeiten Mitte Juli wieder geöffnet wird. Von Juli bis Dezember wird die mittlere Bahnhofstraße komplett neu gestaltet.

Eckhard Straßburger, der Leiter der Abteilung Hochbau, nannte verschiedene Maßnahmen in diesem Bereich und dabei sind der Neubau des Kinderhorts Bachstraße und der Kindertagesstätte Falkenstraße die größten Projekte. Weitere Beispiele: Die Kita Regenbogen bekommt eine neue Einbruchsmelde- und Überwachungsanlage, die Gruppenräume in der Kita Talstraße bekommen einen Sonnenschutz, am Kinderbetreuungszentrum Steinwald wird der Innenhof neu gestaltet und an der GGTS am Stadtpark wir die Zaunanlage erneuert. An der Stummschen Reithalle wird unter anderem die Fassade erneuert, in der Gebläsehalle sind Arbeiten zum Brandschutz nötig und die Sauna in der Lakai erhält neue Holzbänke und einen neuen Ofen.

Peter Städtler informierte über die Erneuerung verschiedener Straßendecken im Ortsratsbereich, kündigte an, dass viele Gehwege nach und nach gepflastert werden und teilte mit, dass die Beleuchtung im Wagwiesental „kurz vor dem Abschluss“ steht. Eine wichtige Mitteilung des Tiefbauchefs war, dass im städtischen Haushalt allein eine Million Euro für die Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur vorgesehen ist.

Der Ortsrat hat alle Maßnahmen im Bauprogramm, soweit sie sein Entscheidungsrecht betreffen, einstimmig gebilligt. Ortsvorsteher Fröhlich forderte, dass in der Innenstadt dauerhaft eine öffentliche Toilettenanlage vorgehalten und mit Personal ausgestattet wird. Die CDU-Fraktion beanstandet in einer Anfrage „den desaströsen Zustand“ eines ehemaligen Ladenlokals auf der Bliespromenade und bittet die Stadt um Überprüfung, inwieweit das äußerliche Erscheinungsbild „eines solchen Schandflecks“ verbessert werden kann.