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Für attraktives Nordportal und Gewerbefläche: Rat billigt Baurecht

Neunkirchen. Die Bauarbeiten für das neue Kulturzentrum am ehemaligen Bürgerhaus sind bereits weit gediehen, nun wird das bauliche Planungsrecht hinterher geschoben. Der Stadtrat brachte in seiner jüngsten Sitzung einmütig eine Änderung des Bebauungsplans Langenstrich/Marienstraße auf den Weg. gth

Damit wird ein Areal von rund 770 Quadratmetern von einer "Grün- und Verkehrsfläche" zu einer "Fläche für Gemeinbedarf". Dort wird unter anderem derzeit der Verbindungsbau zwischen Bürgerhaus und VHS-Gebäude hochgezogen, der die Stadtbücherei aufnehmen wird.

Die Stadt Neunkirchen bereitet das ehemalige Deponiegelände Heinitz-Dechen für die Ansiedlung eines Gewerbebetriebs vor. Weil hier eine Zufahrt von der Moselschachtstraße her nicht möglich ist, muss eine Anbindung von der Grubenstraße her geschaffen werden. Dazu muss der Bebauungsplan Grubenstraße teilweise geändert werden. Der Stadtrat gab dafür einstimmig grünes Licht.

Auch eine dritte Bebauungsplan-Sache fand im Rat keinen Widerspruch. Dabei geht es um eine Änderung des Plans Obere Bahnhofstraße/Am Steilen Berg. Das Placet der Ratsmitglieder bedeutet die Annahme des Planentwurfs, der nun noch öffentlich ausgelegt wird. Das geänderte Konzept stellt sicher, dass die Ansiedlung weiterer Spielhallen, Erotikshops oder anderer "Vergnügungsstätten" am nördlichen Stadteingang ausgeschlossen wird. Um die neue Grünfläche am Wolsztyner Platz als "Aufenthalts- und Kommunikationsbereich" zu sichern, soll die Genehmigung großflächiger Werbeanlagen - nach Auskunft der Stadt werden an viel frequentierten Straßen neben den klassischen Plakattafeln vermehrt auch "Videowalls" und "City-Light-Boards" beantragt - äußerst restriktiv gehandhabt werden. Ziel der Rathausverantwortlichen ist es, dass sich das Dreieck zwischen oberer Bahnhofstraße, Am Steilen Berg und Wellesweilerstraße zum attraktiven Wohnstandort, ergänzt durch vielfältige öffentliche Nutzung auf den Freiflächen, entwickelt.