fünfter Premiumwanderweg im Kreis Neunkirchen

Pingenpfad : Premiumwandern zieht die Massen an

Zur Wanderung auf dem prämierten Pingenpfad mit Landrat Sören Meng sind rund 150 Menschen gekommen.

Jetzt sind es eine ganze Handvoll. Mit dem Itzenplitzer Pingenpfad hat Neunkirchens Landrat Sören Meng am Sonntagmorgen den fünften Premiumwanderweg im Kreis eröffnet. Meng hatte die Eröffnung verbunden mit seiner dritten Landratswanderung. Und gut 150 Menschen aus dem Kreis waren mit dabei. Damit der Pingenpfad zum Premiumwanderweg durch das deutsche Wanderinstitut ausgezeichnet werden konnte, mussten bestimmte Punkte erfüllt werden. So müssen für eine solche Auszeichnung mindestens 40 von 100 möglichen Erlebnispunkten erreicht werden. „Der Pingenpfad hat 60 Erlebnisstationen auf einer Strecke von acht Kilometern“, erzählte der Landrat. Mit dem Handy kann man über die entsprechenden QR-Codes die Infos bekommen, gesprochen von Joachim Weyland, zweisprachig: Hochdeutsch und Dialekt. Meng bezeichnete die Premiumwanderwege im Allgemeinen und den Pingenpfad im Besonderen als „gelebte Heimatkultur“.

Der Itzenplitzer Pingenpfad ist der längste der drei Redener Bergbaupfade und verläuft durch die Wälder des Naherholungsgebietes Itzenplitz. Wer auf ihm wandert, der erfährt vieles über Schlafhäuser, das „Kolonie-Dorf“ Heiligenwald, die Halde mit Aussichtspunkt, das Holzer Konglomerat, Eisenausfällungen, den Kallenbrunner Schacht, den Kerpenwald, natürlich über Pingen, über die Rußhütte, Hartfüßler und Ranzenmänner, über die Grube Itzenplitz, Kirchen im Bergmannsdorf, die ehemalige Badeanstalt und das Pumpenhaus. Wie die übrigen Themenwanderwege im Kreis, so sagte Meng bei der Eröffnung, erinnere er an die Geschichte des Saarlandes.

Meng lobte das gute Wanderwegenetz, das ein Zeichen dafür sei, dass sich vieles tue in der Region. Sein Dank ging vor allem an das Team um Christian Rau von der Tourismus- und Kulturzentrale des Kreises, da vor allem an Lisa Grandke, an die Beschäftigungsgesellschaft AQA, den Bauhof der Gemeinde Schiffweiler, Saarforst, die RAG und den Angelverein.

Schiffweilers Bürgermeister Markus Fuchs zeigte sich besonders erfreut über den großen Zuspruch an Wanderern an diesem Eröffnungstag. Ursula und Klaus Nehren aus Ottweiler waren unter ihnen. Die beiden sind leidenschaftliche Wanderer. Sie waren im Vorfeld schon ganz gespannt, an welchen Stationen die Wanderung vorbeiführen wird. Der gebürtige Heiligenwalder kennt sich nämlich bestens aus Kindheitstagen vor Ort aus. Nach dem Banddurchschnitt ging es los. Und da das Wandern auch hungrig macht, gab es unterwegs einen kleine Pause, an der Fairtrade-Bananen verteilt wurden. Zum Schluss der Wanderung mit dem Landrat sorgte dann der Tennisverein dafür, dass bei Erbsensuppe mit Wurst die Kräfte wieder zurückkehrten.

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