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Friedel geht, Uwe kommt: Ein neuer Wagner wird Zugchef

Friedel geht, Uwe kommt: Ein neuer Wagner wird Zugchef

Neunkirchen. Stühlerücken bei Neunkirchens Narren-Elite: Im fünfköpfigen geschäftsführenden Präsidium des Neunkircher Karnevals-Ausschusses, der acht Neunkircher Faasenachts-Vereine repräsentiert, tauchen zwie neue Gesichter auf. Das ist das Ergebnis der Generalversammlung, die am Dienstagabend im Robinsondorf über die Bühne ging

Neunkirchen. Stühlerücken bei Neunkirchens Narren-Elite: Im fünfköpfigen geschäftsführenden Präsidium des Neunkircher Karnevals-Ausschusses, der acht Neunkircher Faasenachts-Vereine repräsentiert, tauchen zwie neue Gesichter auf. Das ist das Ergebnis der Generalversammlung, die am Dienstagabend im Robinsondorf über die Bühne ging.Unangefochten bestätigt wurden in geheimer Wahl der langjährige NKA-Präsident Karl Albert und sein Vize Kurt Scherer, ebenso Protokollaria Heidi Eiden. Die närrischen Finanzen liegen auf Wunsch des Präsidiums nun in den Händen von NKA-Senator Jörg Welter, im bürgerlichen Leben LBS-Direktor. Wälder löst den bisherigen Schatzmeister Ralf Beckhäuser (Die Daaler) ab. Der "grüne Baron" hatte 25 Jahre lang Funktionen im NKA-Präsidium innegehabt.

Das überraschendste Wahlergebnis war jedoch die "Palastrevolution" gegen den vom Präsidium erneut als Organisationsleiter vorgeschlagenen Friedel Wagner (KKWellesweiler). Der engagierte Routinier, der bisher neun Neunkircher Rosenmontagszüge auf die Beine gestellt hat und als Zugmarschal kaum wegzudenken war, wird für den "Fernseh-Zug" im Jahr 2013 nicht mehr offiziell verantwortlich sein. Diese Aufgabe fällt nun Uwe Wagner (Die Plätsch) zu, der am Dienstag unerwartet als Gegenkandidat präsentiert wurde und geheim mit 46 gegen 36 Stimmen gewählt wurde. "Da wollten wohl einige ihr Mütchen kühlen", mutmaßt Karl Albert, der sich bestürzt darüber zeigt, dass "ein wichtiger Aktivposten für die kommende Session" nun ausfällt. Und zwar nicht nut für den NKA, sondern auch für die ihm angehörenden Vereine. Friedel Wagner sei der "richtige Mann am richtigen Platz" gewesen, so der NKA-Chef. Ein Mann mit "Ecken und Kanten" zwar, "aber die braucht man für einem solchen Job".

Das Präsidium hätte in der wichtigen Funktion lieber auf Kontuinität gesetzt. "Das System Faasenacht läuft besser, wenn ein Übergang geregelt ist", so Albert. Das Pikante an der Sache: Genau dies war vorgesehen. Friedel Wagner, der seit kurzem zusätzlich als Vizepräsident seines Heimatvereins KKW engagiert ist, wollte Uwe Wagner über einen Zeitraum von drei Jahren an die Aufgaben des Orga-Leiters heranführen. Umso unverständlicher ist es für Albert, dass der Wechsel nun auf diese Weise vollzogen wurde. Er hofft, dass die Arbeit im Präsidium nach dem Wechsel vom einen zum andern Wagner praktikabel bleibt. Uwe, der nun in die großen Fußstapfen von Friedel tritt, traut er immerhin zu, in die Aufgabe hineinzuwachsen: "Uwe Wagner ist jemand, der anpackt!" gth

Dem NKA gehören an: Die Daaler, Die Plätsch, Rote Funken, Eulenspiegel Furpach, KuV Wiebelskirchen, KKWellesweiler, Heijo Hopp - Die Scheib, Brunnebutzer Hangard.

Foto: Elias