1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Flöckchen erobert die Herzen im Sturm

Flöckchen erobert die Herzen im Sturm

Eine Abstimmung auf Facebook bescherte dem Albino-Känguru-Baby im Neunkircher Zoo einen neuen Namen.

Im Neunkircher Zoo gibt es eine im Februar bekannt gewordene Besonderheit bei den Bennett-Kängurus: Das allererste schneeweiße Albino-Jungtier streckte zum ersten Mal den Kopf aus dem Beutel seiner Mutter Manya und hat damit für viel Aufsehen in ganz Deutschland gesorgt (wir berichteten). Diese besondere Laune der Natur kommt nur sehr selten vor und die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein Albino geboren wird, liegt bei nur 1:20 000, wie der Zoo mitteilt. Albinismus allgemein ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen der körpereigenen Farbpigmentherstellung. Das Geschlecht des mittlerweile über ein Kilogramm schweren und acht Monate alten Jungtieres ist noch nicht bekannt. Seit wenigen Wochen unternimmt es bei Sonnenschein auch kurze Ausflüge aus dem Beutel seiner Mutter und ist diesem schon fast entwachsen.

Der Neunkircher Zoo ging mit seinen kleinen und großen Fans mehrere Wochen auf Namenssuche für dieses besondere Jungtier. Über 160 kreative Namensvorschläge wurden eingereicht und über 350 Zoo-Facebookfreunde entschieden mit knappem Endergebnis aus einer Top-Fünf-Liste über den letztendlichen Namen: Flöckchen. Ursprünglich als Kosename gedacht, eroberte aber "Flöckchen" schon die Herzen der Fans, sodass dieser Name mit 30 Stimmen Abstand vor Yamani (australisch für Regenbogen) siegte. "Unser Zooteam hatte sich schon sehr an den Kosenamen ‚Flöckchen' gewöhnt und wir sind trotz der zahlreichen und gelungenen Namensvorschläge nicht unglücklich über das Endergebnis des Namenswettbewerbs", fasst Zoodirektor Fritsch zusammen.

Flöckchen hat mit Sebastian Thul, Mitglied des saarländischen Landtages, und dem Unternehmen Kangaroos - Bernd Hummel GmbH aus Pirmasens schnell zwei engagierte Tierpaten gefunden. Diese unterstützen die Känguruhaltung im Neunkircher Zoo künftig gemeinsam. Bei der offiziellen Übergabe der Patenschaft, zusammen mit Bürgermeister Jörg Aumann als Vertreter der Kreisstadt Neunkirchen und in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Neunkircher Zoologischer Garten GmbH, sowie Zoodirektor und Geschäftsführer Norbert Fritsch, gaben die Paten den Namen bekannt.

Bennett-Kängurus, auch Rotnackenwallabys, sind eine mittelgroße Känguruart und erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu einem Meter, eine Schwanzlänge von bis zu 75 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 19 Kilogramm. Die Tragzeit bei Bennett-Kängurus beträgt rund 30 Tage, das Neugeborene verbringt seine ersten neun Lebensmonate fast komplett im Beutel der Mutter und wird mit einem Jahr erst entwöhnt.

www.neunkircherzoo.de