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Fingerschnipsen für den lieben Gott

Fingerschnipsen für den lieben Gott

60 Jungen und Mädchen zwischen vier und 13 Jahren trafen sich in der Paul-Gerhardt-Kirche Wellesweiler zum Kinderkirchentag. Dieser stand unter dem Motto: „Alle sind eingeladen – wir feiern!“

. Das geht ja gar nicht: Kinder und Erwachsene, die in der Kirche herumbrüllen! Von wegen. Bei der Eröffnung des 3. Saarländischen Kinderkirchentages am Sonntag in der Paul-Gerhardt-Kirche ging das sehr wohl. Da wurde Gott mit Fingerschnipsen, Füße stampfen, klatschen, flüstern und eben auch mal lauthals schreiend gedankt. Wofür? Für seine Einladung zum Leben. Als prima Gastgeber erwies sich einmal mehr die evangelische Kirchengemeinde Wellesweiler . Allein das leckere Buffet mit so buntem wie gesundem Fingerfood war ein Knüller, bei dem die Kids beherzt zugriffen.

Rund 60 Mädchen und Jungen und noch einmal 20 Eltern und Betreuer waren der Einladung der Evangelischen Kirchenkreise Saar-West und Saar-Ost und der Arbeitsstelle Süd des Rheinischen Verbands für Kindergottesdienst gefolgt. Am nächsten hatte es die Furpacher Gruppe, etwas länger unterwegs waren die Dillinger, Karlsbrunner und Wadgassener.

Doch der Weg hat sich gelohnt. Frisch gestärkt verteilten sich die Kinder nach dem lebhaften Einstieg auf die Arbeitsgruppen. Da wurden Einladungskarten gemalt, Lampenschirme laminiert, eine Tischdecke bedruckt, Theater gespielt und Traubensaft gepresst. Stolz wie Oskar hielten die Jungs ihre Äste mit Stockbrot übers Lagerfeuer: "Es war wunderschön zu sehen, wie konzentriert die Kinder bei den einzelnen Bastelangeboten waren und wie viel Freude sie an diesen Dingen hatten", bilanzierten die Synodalbeauftragten Andrea Lermen-Puschke und Marcus Bremges am Abend. Der war mit einem Gottesdienst ausgeklungen, der mit den Gemeindemitgliedern begangen wurde - die große Stunde für Laura, Jakob, Sarah, Nicola und die anderen Kinder, die sich zusammen mit dem Kinderchor unter Leitung von Nino Deda in einem kleinen Theaterstück auf den Weg nach Emmaus machten. Unterwegs begegneten die Jünger einem Fremden, dem sie ihre Trauer über den Tod von Jesus anvertrauen. Erst abends in der Herberge gab sich der Wiederauferstandene beim Abendmahl zu erkennen - was für eine Freude.

Mit viel Musik und Segenswünschen klang das rundum gelungene Fest schließlich aus. In zwei Jahren wird es den nächsten Kinderkirchentag geben, verriet Pfarrerin Andrea Lermen-Puschke: "Dann laden wir zu uns nach Wadgassen-Schaffhausen ein."