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Feuerwehr
Feuerwehrmann im Einsatz willentlich angefahren

Wiebelskirchen. ) Die Feuerwehr leistet ihre Arbeit ehrenamtlich. Und gerade in der zu Ende gehenden Woche haben die Neunkircher Wehrleute wahrlich nicht über mangelnde Einsätze zu klagen: Am Donnerstag ist bei Bauarbeiten versehentlich eine Hauptwasserleitung angebohrt worden (wir berichteten).

Weil das Wasser Zentimeter hoch steht, muss die Feuerwehr sperren. Das gefällt den wartenden Autofahrern wenig. Die Ehrenamtler werden verbal attackiert. Doch damit nicht genug: Während er die Straße sperrt, wird ein 25-jähriger Feuerwehrmann sogar von einem Auto angefahren. Der 25-jährige Wehrmann sperrt zusammen mit anderen Feuerwehrleuten die Wibilostraße an der Einmündung der Ostertalstraße ab. Mit eingeschaltetem Blaulicht steht ein Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr quer auf der Fahrbahn und signalisiert: hier nicht weiter. Ein Mann, der die Sperre mit seinem Auto aus Richtung Ottweiler erreicht, macht zwar zunächst halt, will dann aber seine Fahrt auf der Wibilostraße fortsetzten. Dass er dort nicht weiterfahren darf, will der Mann nicht hinnehmen und seine Fahrt trotz des Einsatzes fortsetzen. Der junge Feuerwehrmann stellt sich daraufhin vor das Auto des Mannes und fordert ihn abermals auf zu wenden und die Sperrung zu akzeptieren. Total unvermittelt gibt der Autofahrer Gas und trifft den nur knapp vor dem Wagen stehenden Feuerwehrmann an den Beinen. Während dieser strauchelnd gerade noch einen Sturz abwenden kann, legt der Autofahrer den Rückwärtsgang ein, wendet und flüchtet. „Der junge Feuerwehrmann zog sich zum Glück nur leichte Verletzungen zu und konnte seinen Einsatz zunächst auch noch fortsetzen. Danach musste er aber für Untersuchungen doch noch ins Krankenhaus“, so Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. Die Wehrleute haben bei der Polizei Anzeige erstattet, Ermittlungen sind in die Wege geleitet. „Es kann in keiner Weise toleriert werden, dass die, die sich selbstlos für das Wohl und die Sicherheit aller Menschen einsetzen, Opfer von Aggressionen jeder Art werden“, mahnt der Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein.