Feuerwehr sorgt für kalte Dusche

Bei Temperaturen bis 38 Grad am Samstagnachmittag durften sich die Nachwuchsfeuerwehrleute erst mal kräftig nass spritzen. Und auch für die Zuschauer gab's die ein oder andere Abkühlung aus der Wasserspritze.

Wohl selten hat eine Feuerwehrübung den Teilnehmern so viel Spaß gemacht wie die Jahreshauptübung der Neunkircher Jugendwehren am Samstagnachmittag in der Wiebelskircher Ortsmitte. Die Übung war wesentlicher Bestandteil beim Wochenende der offenen Tür des Löschbezirks Wiebeskirchen und auch Teil des Wiebelskircher Jubiläumsprogramms. Die angenommene Lage - ein Brand im Dachstuhl des Wibilohauses, der aufgrund der Hitze und der trockenen Witterung auf Nachbargebäude und die Parkanlage Freibach überzugreifen drohte -, hätte an diesem heißen Samstag realistischer kaum sein können, war deshalb aber schon vor Beginn der Übung nur noch Makulatur. Angesichts der Rekordtemperaturen am Samstag hatte bei den Verantwortlichen schon im Vorfeld die Vernunft gesiegt und die Übung wurde nur in abgespeckter Form abgewickelt.

"Die Gesundheit der Kinder hat Vorrang und deshalb sollen sie sich in erster Linie selber mal nass spritzen dürfen", hatte Einsatzleiter Rosario Calla von der Wiebelskircher Feuerwehr schon am Vormittag erklärt. Auch der Neunkircher Wehrführer Franz-Josef Kuhn sprach sich dafür aus, auf körperliche Anstrengungen zu verzichten und stellte klar: "Es wird nur Wasserspiele geben, alles andere ist nicht zu verantworten." Sehr zur Freude der jungen Floriansjünger. An der "Übung" beteiligten sich etwa 100 Jungen und Mädchen aus den Löschbezirken Neunkirchen, Wiebelskirchen , Wellesweiler, Furpach, Hangard und Münchwies, die mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort gebracht und mit der Situation vertraut gemacht wurden. Auf dem Wibiloplatz war dann Nass-Spritzen in alle Richtungen angesagt. Bei manchen, die als Schaulustige auf dem Wibiloplatz standen, sorgten sie somit für eine unerwartete, aber willkommene Abkühlung.