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Feuerwehr Neunkirchen hilft bei Transport von Beatmungsgeräten

Feuerwehr Neunkirchen : Feuerwehr hilft bei Transport von Beatmungsgeräten

(red) Kurzfristig und unbürokratisch unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Mittwochmorgen das OP-Zentrum Wiebelskirchen beim Transport mehrerer Anästhesie-Beatmungsgeräte zum Klinikum Saarbrücken.

Das OP Zentrum benötigt die Beatmungsgeräte aufgrund der reduzierten Zahl an Operationen in Folge der COVID-19-Pandemie derzeit nicht und stellt sie deshalb solidarisch dem Klinikum auf dem Saarbrücker Winterberg zur Verfügung.

Eine Folge der grassierenden COVID-19-Pandemie ist das Aussetzten aller nicht akute benötigten Operationen. Dies macht sich auch im OP Zentrum in der Wiebelskircher Kepplerstraße bemerkbar, in dem der Operationsbetrieb zwar weitergeht, aber in etwas reduzierter Form. Deshalb gelang es Dr. Stephan André und seinen Kollegen mehrere ihrer großen Anästhesie-Beatmungsgeräte aus dem Betrieb herauszulösen und solidarisch dem Klinikum Saarbrücken zur Nutzung zu überlassen. Am Klinikum in Saarbrücken ist André kein Unbekannter, absolvierte er dort doch seine Facharztausbildung und ist noch immer gut vernetzt. Zudem ergibt sich ein weiterer Synergieeffekt: Am Klinikum Saarbrücken werden mit den Geräten aus dem OP Zentrum Wiebelskirchen vergleichbare Beatmungsgeräte des selben Herstellers verwendet, was die Einarbeitung deutlich vereinfacht.

Auf der Suche nach einer unkomplizierten und sicheren Transportmöglichkeit für die teuren und empfindlichen Beatmungsgeräte von Wiebelskirchen nach Saarbrücken wandte sich André an die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen. Die sicherte Unterstützung  zu. Binnen nur eines Tages war der Transfer der Beatmungsgeräte organisiert. Ihren Gerätewagen-Logistik, ein Planwagen mit Hebebühne am Heck, stellte die Wehr mitsamt eines freiwilligen Feuerwehrmannes als Fahrer bereit. Am Mittwochmorgen um kurz nach 9 Uhr fuhr das feuerrote Transportfahrzeug am OP Zentrum Wiebelskirchen vor. Dort warteten auch schon Mitarbeiter des OP Zentrums mit den sicher verpackten Beatmungsgeräten. Sorgsam bugsierten Mitarbeiter des OP Zentrums und der helfende Feuerwehrmann zwei der schrankgroßen und rund 150 kg schweren, aber immerhin fahrbaren Beatmungsgeräte mit Hilfe der Hebebühne in den Laderaum des Gerätewagens. Nach dem Ausladen am Saarbrücker Klinikum endete für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen der ungewöhnliche und alles andere als alltägliche Transporteinsatz.