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Nach Einsatz in Ottweiler
Neunkircher Feuerwehrsprecher: Wir wissen genau, was zu tun ist

Neunkirchens Feuerwehrsprecher Christopher Benkert.
Neunkirchens Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. FOTO: Thomas Seeber
Neunkirchen . Nach dem Einsatz der Neunkircher Feuerwehr in Ottweiler, der kurzzeitig vor einem Straßenpoller ins Stocken geriet, meldet sich deren Sprecher Christopher Benkert zu Wort. Es sei zu keinen relevanten Verzögerungen gekommen. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Kann ein Straßenpoller die Feuerwehr vor ungeahnte Probleme stellen? War solch ein Fall beim Einsatz in Ottweiler eingetreten, als Einsatzwagen mitten in der Altstadt einen unvorhergesehenen Stopp einlegen mussten?


Ungeplanter Zwischenstopp während der Fahrt zu einem Kellerbrand: Ein Poller versperrte die Durchfahrt in der Ottweiler Altstadt.
Ungeplanter Zwischenstopp während der Fahrt zu einem Kellerbrand: Ein Poller versperrte die Durchfahrt in der Ottweiler Altstadt. FOTO: Matthias Zimmermann

Benkert: Poller ist kein Hindernis



Christopher Benkert, Sprecher der Neunkircher Feuerwehr, widerspricht vehement, dass seine Kollegen nicht weiterwussten. „Wenn wir dringend durch gemusst hätten und es keine Möglichkeit gegeben hätte, den Pfosten zu entfernen, wären wir einfach durchgefahren“, sagt er. Die Metallpfeiler sollen eine Sollbruchstelle haben, die für die großen Feuerwehrautos kein Problem darstellen. Es wäre bei einem geringen Blechschaden geblieben. Bei diesem Einsatz aber habe es „nicht pressiert“, versichert Benkert.

Nannte Ottweiler Einsatzleiter den gesperrten Weg?

Die Neunkircher Wehr war mit ihrer Drehleiterwagen am Samstagabend (15. September) nach Ottweiler zum Kellerbrand in einem Wohnhaus gerufen worden. Bei der Fahrt dorthin war sie über den Schlossplatz gefahren. Benkert: „Der Ottweiler Einsatzleiter hatte uns diesen Weg genannt.“ Was die Neunkircher zu jenem Zeitpunkt nicht wussten: Die Strecke wird seit geraumer Zeit an Wochenenden mit Pollern abgesperrt, um den Platz für Fußgänger vom Durchgangsverkehr freizuhalten. Noch während die Wehrleute unterwegs zur Unglücksstelle waren, erhielten sie über Funk den Hinweis, dass die Flammen bereits unter Kontrolle seien. Sie konnten wieder abdrehen. Der Schaden hielt sich in Grenzen.

Feuerwehrsprecher: keine Verzögerungen

Hätte es sich um einen Notfall gehandelt, bei dem jede Sekunde zählt, wäre der überraschende Straßenpoller kein Hindernis gewesen, unterstreicht Christopher Benkert nochmals.