Familiennachzug beginnt zu wirken

Der Caritasverband ist für die Erstintegration von Asylbewerbern zuständig. Er mahnt anhaltende Anstrengungen an.

Mit 608 zugewiesenen Flüchtlingen ist im Landkreis Neunkirchen die Zahl im Jahr 2016 um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Nach 45 Zuweisungen im Jahr 2013 und 256 im Jahr 2014 hatte es 2015 einen deutlichen Anstieg auf 1410 gegeben. Diese Zahlen nannte jetzt auf SZ-Anfrage Thomas Hans, Fachdienstleiter Allgemeine Soziale Dienste beim Caritasverband Schaumberg-Blies. Der Caritasverband ist im Landkreis zuständig für die Erstintegration von Asylbewerbern.

"Die Menschen, die zu uns flüchten, sind und bleiben hilfebedürftig", sagt Hans und mahnt anhaltende Anstrengungen an. Zumal das Thema Familienzusammenführung zu wirken beginne: "2015/16 wurden bei uns 244 Anträge auf Familienzusammenführung gestellt, das betrifft 501 Kinder", nennt Hans eine Größenordnung. Familiennachzug vollzog sich bereits 26 Mal im Jahr 2015 und 31 Mal im Jahr 2016. Das betraf 151 Kinder. Hans: "Der Familiennachzug mit all seinen Herausforderungen wird sich fortsetzen."

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