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Erstmals schriftliche Wahlen beim VdK

VdK-Kreisverband Neunkirchen : Erstmals in der Geschichte wird schriftlich gewählt

Die Corona-Pandemie hat zu einer einmaligen Situation beim Sozialverband VdK geführt. Erstmals in der Geschichte des größten Sozialverbands im Land werden die Kreisvorstände und der Landesvorstand in einem schriftlichen Verfahren bis zum Jahresende gewählt.

„Besondere Zeiten erfordern ungewöhnliches Handeln. Gerade als Sozialverband müssen wir in diesen Zeiten handlungsfähig bleiben und die Anliegen unserer Mitglieder offensiv vertreten“, sagt der Landesvorsitzende Armin Lang und ergänzt: „Über allem steht dabei der Schutz der Gesundheit.“

Nach der ursprünglichen Planung wäre beim Landesverbandstag am 22. August 2020 satzungsgemäß ein neuer Landesvorstand gewählt worden, so heißt es in der Pressemitteilung weiter. Im Vorfeld sollte auf dem Kreisverbandstag am 9. Mai auch der Kreisvorstand neu gewählt werden. Wegen der Corona-Pandemie mussten aber alle Termine abgesagt werden. „Für uns im Kreisverband Neunkirchen ist es selbstverständlich, dass wir alles dafür tun, um dazu beizutragen, dass die Pandemie weiter eingedämmt wird. Wir bedauern natürlich, dass wir die bereits geplante Präsenzveranstaltung nicht durchführen können. Das Wohl und die Gesundheit unserer Mitglieder und unserer Mitbürger hat Vorrang vor verfahrenstechnischen oder vereinsinternen Anliegen“, sagt der Kreisvorsitzende Dieter Mohr, der zur Wiederwahl antritt.

Der einmalige Vorgang einer schriftlichen Wahl ist notwendig, da die Vereinssatzung nicht vorsieht, dass die Vorstände so lange im Amt bleiben, bis neue gewählt sind. Das schriftliche Wahlverfahren ist durch eine Corona-bedingte Änderung der Rechtsvorschriften für Vereine bis zum Jahresende möglich. Sobald die Corona-Situation es wieder erlaubt, werden alle ausgefallenen Präsenzveranstaltungen zur sozialpolitischen Agenda und zu verbandsinternen Themen nachgeholt. „Auf diese Weise ist sichergestellt, dass wir noch vor Jahresende einen rechtsfähig handelnden Landesvorstand haben und damit unser Verband voll entscheidungsfähig bleibt. Im nächsten Jahr starten wir dann mit aktuellen sozial- und verbandspolitischen Themen und hoffentlich öffentlichen Veranstaltungen wieder voll durch“, fügt Armin Lang optimistisch hinzu.

Selbst wenn Versammlungen unter strengen Auflagen wieder erlaubt wären, seien große Menschenansammlungen derzeit nicht verantwortbar. „Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, dass ein Teil unserer Delegierten zur Risikogruppe gehört“, sagt Lang.

Die Vorgehensweise des schriftlichen Verfahrens ist sehr zeitaufwändig: Nach einem verbindlichen Termin- und Ablaufplan werden in einem schriftlichen Verfahren zunächst die Kreisvorstände und die Delegierten der Kreisverbände für den Landesverbandstag gewählt. Danach wird ebenso in einem schriftlichen Verfahren ein Landesvorstand gewählt. Vorab können die Delegierten in einer Diskussionsphase zu den Vorschlägen Stellung nehmen und Vorschläge einreichen.