| 20:25 Uhr

Session
Erinnerungen an eine gewesene Prinzessin

Schön und bunt verbootzt kamen diese vier jungen Damen zur Kappensitzung der Plätsch in den Paulussaal.Im Bild links, der Ratspräsident, Thorsten Gräbel, begrüßte den Viezepräsidenten der NKA, Kurt Scherer auf der Bühne.
Schön und bunt verbootzt kamen diese vier jungen Damen zur Kappensitzung der Plätsch in den Paulussaal.Im Bild links, der Ratspräsident, Thorsten Gräbel, begrüßte den Viezepräsidenten der NKA, Kurt Scherer auf der Bühne. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Beste Unterhaltung war garantiert bei der Abendsitzung der Plätsch. Die erste Rakete wurde für die Kindergarde gezündet. Von Heinz Bier

Lustige Büttenreden, quirlige Tanzdarbietungen und tolle Showelemente – bei der zweiten Abendsitzung wurde die Neinkerjer Plätsch am Samstagabend ihrem Sessionsmotto „Jetzt geht’s richdich rund, bei de Plätsch werd’s kunterbunt“ vollauf gerecht. Ratspräsident Thorsten Gräbel begrüßte zu Beginn „viele hübsche junge Mädels und ein paar alte Säcke in der Mitte“ und dieser liebevolle Willkommensgruß galt dem Närrischen Rat samt Aktiven- und Juniorengarde. Für die Kindergarde wurde gleich zu Beginn die erste Rakete des Abends gezündet für ihren originellen Schautanz als kleine Fußballer. Nicole Seel kommt als „die Fraa, die niemols ferdisch werd, aach wenn de Alt am Kühlschrank scherrt“ zu einer eigenen Erkenntnis: „Männer sind wie Servietten. Erst hat man sie auf dem Schoß liegen und dann am Hals hängen.“ Originell der Auftritt der Ehrengarde von der „Dengberter Narrenzunft“, die einen Gardetanz der etwas anderen Art zeigte.


Den Kontrast dazu lieferte Aktiven-Tanzmariechen Anna Lena Degel. Eine Doppelrolle hatte am Samstag Ute Müller, die seit über 20 Jahren bei der Plätsch in der Bütt steht. Zunächst als „Grande Ballerina, bekannt von Furpach bis nach China“ und kurz darauf als „geplagte Ehefrau“, die die Seeluft aus einer Thunfischdose schnuppern muss, anstatt auf einem Kreuzfahrtschiff. Auch Sophie Schaufert ging zweimal in die Bütt. Zuerst allein als „Es Soffel vom Storche“ und später zusammen mit Christian Kaiser in einem Dialog über „Die Faasend“. Beim Marschtanz der Juniorengarde zum River Kwai Marsch und dem anschließenden Auftritt der Aktivengarde wurden mehrfach Zugaben gefordert.

„Jetzt wird’s wild, jetzt kommt unser Kläänschdes“ kündigte der Sitzungspräsident Kindermariechen Cara Bonner an und auch ihr Tanz wurde begeistert aufgenommen. Die Juniorenshowgarde zeigte einen tollen Schautanz zu fetziger Discomusik und anschließend wirbelte Juniorenmariechen Marie-Christine Gräbel mit Spagat und Salto über die Bühne. Kontrastprogramm danach: Zunächst gehörte die Bühne im Paulussaal den geschmeidigen und attraktiven Majorettes der Plätsch, die viel Fingerfertigkeit beim Agieren mit ihren Batons zeigten. Beeindruckend war aber insbesondere ihre Darbietung mit Lichteffekten im abgedunkelten Saal.



Danach hielten die etwas kompakteren Mitglieder der Lyonergarde Einzug, die vom Chor der Gefangenen über Bully Herbigs (T)Raumschiff bis zu den Shrecks viel Wandlungsfähigkeit zeigten. Bei der Guggemusikformation „Neinkeijer Deiwel Schalis“ gab es danach kräftig was auf die Ohren. Mehr für das Auge war der Auftritt von Aktivenmariechen Julia Ziermann. Der Gastauftritt des Daaler-Männerballetts zum Motto „Sching-Schang-Schong-Samsong“ mag manchem chinesisch vorgekommen sein, war aber eine lustige Sache. Deutlich graziler präsentierte sich die Gemischte Aktivengarde der Plätsch bei ihrem Schautanz „Engel und Teufel“. Das Finale in der Bütt gehörte Petra Kuhn, die von den Daalern gekommen war, mit ihren Erinnerungen an „Eine gewesene Prinzessin“ und kurz nach Mitternacht sorgte die Schautanzgruppe „Happy Feet“ mit Eindrücken aus „Las Vegas“ für einen tollen Abschluss des Bühnenprogramms. „Da haben Kostüme, Tanz und Musik gepasst“, lobte NKA-Vize Kurt Scherer nach dieser Reminiszenz an Elvis Presley.