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Entflammtes Toilettenpapier löst Wohnungsbrand aus

Entflammtes Toilettenpapier löst Wohnungsbrand aus

Neunkirchen. Eine brennende Wohnung in der Neunkircher Ziehwaldstraße hat am Samstagmorgen das Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr erfordert. Um 6.30 Uhr, so die Polizei, war der Führungs- und Lagezentrale des Saarlandes über Notruf ein Brand in dem zweieinhalbgeschossigen Mietshaus gemeldet worden. Bei Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr wurde ein Brand im Erdgeschoss festgestellt

Neunkirchen. Eine brennende Wohnung in der Neunkircher Ziehwaldstraße hat am Samstagmorgen das Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr erfordert. Um 6.30 Uhr, so die Polizei, war der Führungs- und Lagezentrale des Saarlandes über Notruf ein Brand in dem zweieinhalbgeschossigen Mietshaus gemeldet worden. Bei Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr wurde ein Brand im Erdgeschoss festgestellt. Bei Ausbruch des Feuers waren alle Bewohner (insgesamt neun) noch im Haus. Sie konnten alle rechtzeitig durch die Rettungskräfte evakuiert werden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Neunkirchen und Wiebelskirchen mit 60 Wehrleuten und sieben Einsatzfahrzeugen brachten den Brand schnell unter Kontrolle und verhinderten ein Ausbreiten auf angebaute Gebäude. Bis 9 Uhr dauerten nach Angaben der Wehr die Löscharbeiten.Vor Ort wurde ermittelt, so die Polizei, dass der Brand in einem Kinderzimmer ausbrach. Zwei Kinder, sieben und acht Jahre alt, spielten in ihrem Zimmer ohne Wissen der Eltern mit Feuer. Sie zündeten Toilettenpapier auf ihrem Bett an. Die beiden Kinder versuchten die Flammen selbst zu löschen, was aber misslang. Sie riefen ihre Eltern, die umgehend die Rettungskräfte informierten. Geistesgegenwärtig, so Feuerwehr-Pressesprecher Christopher Benkert, schloss die in der vom Brand betroffenen Wohnung lebende Familie nach dem Verlassen ihrer Wohnung die Tür. So konnte sich das Feuer und vor allem der tödliche Brandrauch nicht im Treppenhaus und dem Rest des Hauses verbreiten. Und nur so war der Fluchtweg für die Personen in den höheren Stockwerken frei.

Das Kinderzimmer brannte völlig aus. Die Wohnung der Familie ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Die Etage über der Wohnung ist teilweise ebenfalls nicht mehr bewohnbar. Insgesamt entstand laut Polizei ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Die beiden Kinder und eine weitere Person wurden vorsorglich in die Klinik Kohlhof gebracht, da der Verdacht auf Rauchgasvergiftung besteht.

Um das Haus auch ohne Atemschutzgerät wieder betreten zu können, musste der giftige Rauch mit einem großen Ventilator ins Freie geblasen werden. Noch im laufenden Einsatz, so Benkert, kamen Bürgermeister Jörg Aumann und der erste Beigeordnete Sören Meng an die Einsatzstelle. Umgehend boten die Vertreter der Stadt den durch den Brand obdachlos gewordenen Neunkirchern Notunterkünfte für das Wochenende an. red