Eine warme und sanfte Stimme

Wemmetsweiler. "Persönliche Erlebnisse und Dinge, die uns beschäftigen" verarbeitet das Filippa-Gojo-Quartett in seinen Liedern. Entsprechend authentisch klang das, was die jungen Musiker im großen Kuppelsaal des Wemmetsweiler Rathauses präsentierten. Vor rund vierzig Zuhörern stellten sie ihr Debüt-Album "Nahaufnahme" vor, das am 5. April erscheinen wird

Wemmetsweiler. "Persönliche Erlebnisse und Dinge, die uns beschäftigen" verarbeitet das Filippa-Gojo-Quartett in seinen Liedern. Entsprechend authentisch klang das, was die jungen Musiker im großen Kuppelsaal des Wemmetsweiler Rathauses präsentierten. Vor rund vierzig Zuhörern stellten sie ihr Debüt-Album "Nahaufnahme" vor, das am 5. April erscheinen wird.

Ein wenig nach Jazz, ein wenig nach Chillout- und Lounge-Musik klang es, als Sebastian Scobel lässig am Flügel die Tasten anschlug, David Andres gefühlvoll mit dem Kontrabass einsetzte und Lukas Meile an seinem selbst zusammengestellten Percussion-Instrument - mit unter anderem Trommeln und einem Krug - den Takt angab.

Als Filippa Gojos Gesang in portugiesischer Sprache einsetzte, wurden brasilianische Einflüsse deutlich. "Der Text über einen gelben Vogel stammt von einem zwölfjährigen Mädchen aus einem Waisenhaus, das gerne Gedichte schreibt und das ich bei einem Auslandsaufenthalt kennengelernt habe", berichtete die 24-Jährige. Mit ihrer warmen, sanften Stimme, die sie auch mühelos zu kraftvollen und ausdrucksstarken Passagen erhob, nahm sie das Publikum für sich ein. Außer nach Lateinamerika ging die musikalische Reise auch in die Heimat Gojos, nach Vorarlberg in Österreich, wo sie sich schon mit 14 Jahren als Sängerin einen Namen gemacht hat. Drei Lieder im Vorarlberger Dialekt gab die Sängerin zum Besten. Viel Applaus gab es dabei vor allem für "Der Mond trinkt bleich aus dem Bach" von Ulrich Gabriel, das nachdenklich und mystisch erklang.

Um Alltagsstress und darum, dass dieser "nicht nur normal geworden ist, sondern schon fast zum guten Ton" gehört", wie Gojo erklärte, ging es in "Rush Hour" und um lebendige Erinnerung an vergangen Momente in "Flashback". Etwa 70 Prozent eigene Kompositionen finden sich auf "Nahaufnahme". Dass die Österreicherin in Wemmetsweiler gastierte, ist dem Kontrabassspieler David Andres zu verdanken, der die Verbindungen des Quartetts ins Saarland pflegt.