| 20:35 Uhr

3 mal 11 Jahre KKW
Eine blau-weiße Torte als Jubiläumsgeschenk

Das NKA-Prinzenpaar Prinz Klaus-Dieter I. und Prinzessin Gaby II. zu Gast beim KKW-Jubiläum.
Das NKA-Prinzenpaar Prinz Klaus-Dieter I. und Prinzessin Gaby II. zu Gast beim KKW-Jubiläum. FOTO: Jörg Jacobi
Wellesweiler. Der Karnevals- und Kulturverein Wellesweiler feiert seinen 33. Geburtstag mit einer rauschenden Fastnachtsparty. Von Heinz Bier

Eine Geburtstagstorte als Bühnenbild, der Sitzungspräsident im Geburtstagstortenkostüm und eine genießbare zweistöckige Torte mit viel Creme und Schokolade in den Vereinsfarben blau-weiß als Geschenk des NKA-Prinzenpaares. Das waren am Freitagabend untrügliche Anzeichen dafür, dass es beim Karnevals- und Kulturverein Wellesweiler (KKW) etwas zu feiern gibt. „6 x 11 : 2 – so alt wird jetzt de KKW“ lautet die Sessionsformel, aber wie 33 fühlt sich der Verein noch lange nicht. Nach Ansicht von Frank Nobel ist der KKW „trotz 3 x 11 Jahren jugendlich, frisch und knackig“, und daran ließen die Protagonisten in der dritten von vier Abendsitzungen auch überhaupt keinen  keinen Zweifel.



Der Ehrenpräsident, „sei Weiwa“ und sein Sohn sind beim KKW die Kaltstarter mit der nicht immer einfachen Aufgabe, das Narrenschiff mit Musik und Gesang auf Touren zu bringen. Das gelang Elmar und Nicolas Schneider mit acht hübsch anzuschauenden „Weiwa“ auch diesmal bestens, unter anderem mit einigen musikalischen Erinnerungen aus 33 Jahren KKW-Geschichte.

Danach folgte bis weit nach Mitternacht eine bunte Schau aus lustigen Vorträgen und Sketchen, Gesang und Tanz, wobei insbesondere die Auftritte der Mariechen, Tanzpaare und Garden tolle Programmpunkte waren. „Sie ist zwar unser Kläänschdes, aber unser größter Stolz“, kündigte Frank Nobel Jugendtanzmariechen Noemi Ruffing an, nachdem die Jugendgarde das Programm eröffnet hatte. Die Juniorengarde und die Aktivengarde standen mit ihren Schautänzen da nicht nach. Viel Beifall gab es für Aktiventanzmariechen Katrin Kleinmann und die Juniorenshowgarde mit einem farbenfrohen und märchenhaften Tanz. Die bunten Trolls waren für den Sitzungspräsidenten Anlass, einmal den Mitgliedern des Nähkreises zu danken, „denn die nähen sich vor den Sitzungen die Finger wund“, meinte Frank Nobel.

Eine besondere Darbietung war die Performance „Black Swan“ mit dem Juniorentanzpaar Kim Kalajkovic und Leonie-Marie Rothhaar. Aktiventanzmariechen Maria Campora wirbelte über die Bühne und die Aktivenshowgarde begeisterte mit ihrem Tanz zu „Celebration“ auch weit nach Mitternacht noch die Besucher. Die Chaoten des KKW traten in der „Sendung mit der Maus“ auf, die Wild Boys vom Männerballett waren im Partymodus und die Musiker von Tinnitus begleiteten den Finalgesang.

Zu den Höhepunkten der Büttenreden gehörte einmal mehr der Auftritt von Andrea Legrom in ihrer Rolle als Putzfrau „Elvira Cleandabber“. Zunächst allein, später mit Ehemann Sascha, lieferte das KKW-Multitalent erneut einen pointenreichen Vortrag. Vanessa Schuff und Bruna Tassone hatten die Reihe der Büttenreden mit einem „Klassentreffen“ eröffnet, die Geschwister Christoph und Jessica Thissen an ihrer „Zinnhochzeit“ Szenen einer Ehe geschildert, die KKW-Formation No Names stellte „Die letzte Nacht der Rosen“ nach „de Tulpenheini“ alias Rico de Pasquale kam wie gewohnt „ganz scheen bleed“ daher, Melanie Ruffing schlüpfte in ihr Kostüm als Eulalia Radebrecher und Friedel Wagner gehörte wie schon gewohnt das Büttenfinale in seiner Rolle als „de Annerschd“.



Am frühen Samstagmorgen bedankten sich der Sitzungspräsident und KKW-Präsidentin Sabine Günder-Fritz bei vielen zufriedenen Besuchern, ehe am Samstagabend die letzte KKW-Abendsitzung über die Bühne ging.