Ein Wiebelskircher Urgestein hört auf

Ein Wiebelskircher Urgestein hört auf

Neunkirchen. "Er hat sich immer so verhalten, wie man es von einem Ratsmitglied erwartet!" Dieser Satz von Oberbürgermeister Jürgen Fried am Mittwoch im Neunkircher Stadtrat war gemünzt auf Rudi Becker - er saß an diesem Tag zum letzten Mal in den Reihen der CDU-Fraktion

Neunkirchen. "Er hat sich immer so verhalten, wie man es von einem Ratsmitglied erwartet!" Dieser Satz von Oberbürgermeister Jürgen Fried am Mittwoch im Neunkircher Stadtrat war gemünzt auf Rudi Becker - er saß an diesem Tag zum letzten Mal in den Reihen der CDU-Fraktion. Im Zuge des Generationenwechsels legt der 66-Jährige aus freien Stücken sein Mandat nieder und übergibt den Stab an Frank Eisenbeis, dem er vor zwei Jahren bereits den Wiebelskircher CDU-Vorsitz überließ."Rudi Becker war immer ein hervorragender Sachwalter der Wiebelskircher Bürgerinteressen, hat dabei aber nicht die Interessen der Gesamtstadt aus den Augen verloren", dieses Zeugnis stellte ihm sein Fraktionsvorsitzender Karl Albert aus. Der "immer verlässliche Partner" werde auch künftig Ratgeber der Fraktion bleiben.

Seit 1990, fast 13 Jahre lang, gehörte das bekannte Wiebelskircher Urgestein dem Stadtrat an. Becker gab am Mittwoch dem Rat die Komplimente zurück: "Das Verhältnis hier war immer kameradschaftlich und fair", stellte er fest und wünschte dem Gremium für die Zukunft "immer gute Beschlüsse".

Verwaltungschef Fried ließ nicht unerwähnt, dass Becker in verschiedenen Ausschüssen, Beiräten und Aufsichtsgremien mitwirkte. Vor seiner Stadtratszeit war er auch im Ortsrat seines Stadtteils aktiv.

Aber nicht nur als Kommunalpolitiker ist Rudi Becker ein Markenzeichen: Über die Region hinaus bekannt wurde er als herausragender Sportkegler. Der OB zählte eine lange Erfolgsliste auf: Unter anderem wurde Becker mit dem Oberthaler Team zehn Mal deutscher Mannschaftsmeister, schaffte den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft und wurde mit ihr als Krönung seiner sportlichen Laufbahn 1993 Mannschafts-Weltmeister.

Nicht wegzudenken ist der "Hansdampf in allen Gassen" auch im Kulturgeschehen seines Heimatortes. Fried erwähnte hier das Engagement beim Karnevals- und Kulturverein Blau-Gelb - auch als Sänger bei den KUV-Spatzen - und im Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde.