1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Ein toller Abend mit Akkordeonmusik

Ein toller Abend mit Akkordeonmusik

Mit 170 Zuhörern hatte man gerechnet, aber es wurden wesentlich mehr. Das zweistündige Neujahrskonzert im Kulturhaus, das von der Harmonikavereinigung Neunkirchen gestaltet wurde, war ein großer Erfolg.

Mit einem anspruchsvollen und stimmungsvollen Neujahrskonzert im Wiebelskircher Kulturhaus hat die Harmonikavereinigung Neunkirchen ihr Musikjahr eröffnet. Die knapp zweistündige Veranstaltung am Sonntagabend war ein reines Akkordeonkonzert, das von beiden Spielgruppen der Harmonikavereinigung unter der Leitung von Valerian Helbling gestaltet wurde. Das Besucherinteresse war groß, so dass die 170 vorgesehenen Stühle bei weitem nicht ausreichten und deshalb zusätzliche Sitzgelegenheiten beigebracht werden mussten.

"Mit diesem Andrang hatten wir nicht gerechnet, aber es ist schön, dass so viele Leute da sind", meinte dazu Vorsitzender Klaus Schneider. Er begrüßte die Besucher "im jahreszeitlich dekorierten Kulturhaus", wo alles schon auf die bevorstehenden Fastnachtsveranstaltungen abgestimmt ist. "Das Programmangebot geht durch alle Richtungen, von der Klassik bis zur Moderne", deutete Schneider schon vorher an, was die Besucher erwarten durften.

Der erste Konzertteil wurde vom Jugendorchester gestaltet, das einen Querschnitt durch sein vielschichtiges Repertoire lieferte. Selbst Chubby Checkers "Lets twist again" als Zugabe war für die zwölf jungen Musiker kein Problem. Zusätzliche Verstärkung hatte sich das Jugendorchester mit zwei Akkordeonspielerinnen aus St. Wendel geholt. Jana Fell und Franziska Ecker zeigten sowohl als Solistinnen bei Kompositionen von Johann Sebastian Bach wie auch als Duo bei dem Stück "Fantasie upon one Note" des britischen Barockkomponisten Henry Purcell , warum sie in doppelter Hinsicht ausgezeichnete Musikerinnen sind. Zum zweiten Konzertteil kam das große Orchester der HVN mit 20 Musikern auf die Bühne. Das Eröffnungsstück "Masquerade" des russischen Komponisten Aram Chatschaturjan, das sich aus mehreren Passagen zusammensetzt, war nach Meinung des Vorsitzenden "das musikalisch anspruchsvollste Stück, für das wir am längsten geprobt haben". Die Komposition "La Muerte del Angel" von Astor Piazzolla ist nach Schneiders Ansicht "ein Pflichtstück für alle Akkordeonorchester". Nach dem vierteiligen Stück "Transylvania" kam bei der "Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß dann auch erstmals eine Neujahrskonzert-Stimmung auf und dazu passte schließlich auch der Radetzkymarsch als Zugabe.