"Ein Stück mehr Gelassenheit"

Ottweiler. Auch wenn der Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler an einem Freitag, den 13. stattfand, das Glück dürfte Ottweiler 2012 kaum abhandenkommen. So standen gleich zwei Schornsteinfeger am Eingang Spalier, um gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle die Gäste im Schlosstheater zu begrüßen

Ottweiler. Auch wenn der Neujahrsempfang der Stadt Ottweiler an einem Freitag, den 13. stattfand, das Glück dürfte Ottweiler 2012 kaum abhandenkommen. So standen gleich zwei Schornsteinfeger am Eingang Spalier, um gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle die Gäste im Schlosstheater zu begrüßen. Dass bei der Fülle an Sektgläsern, die zum Anstoßen gereicht wurden, auch einige zu Bruch gingen, darf wohl als zusätzlicher Glücksbringer betrachtet werden. Es sei sein 22. Neujahrsempfang, betonte Rödle eingangs seiner Rede, der, wie alle anderen zuvor, ein wichtiger und wertvoller Treffpunkt für besondere Begegnungen sei. Mit "fester Überzeugung" könne er von Ottweiler schwärmen, so der Bürgermeister, von einer Stadt mit hoher Attraktivität und Lebensqualität, die allerdings auch hier nicht vom Himmel fielen. Gerade für den Einzelhandel sei die Lage zwischen zwei Mittelzentren "kein Zuckerschlecken". Umso mehr sei es zu begrüßen, dass es Menschen gebe, die den Mut hätten, die Bürger erfolgreich mit Dienstleistungen zu versorgen.Um die Attraktivität weiterhin zu erhöhen, werde Anfang März mit der Neugestaltung der Wilhelm-Heinrich-Straße begonnen. "Unser Ziel ist es, aus dieser Straße wieder ein Schmuckstück zu machen. Wir wollen die Wilhelm-Heinrich-Straße wieder zu einer exklusiven Geschäftsstraße machen, mit Flair, mit Allee- und Boulevardcharakter", hob Rödle hervor und appellierte an alle Anwohner, diese "großartige Baumaßnahme" positiv, optimistisch und konstruktiv zu begleiten. Auch wenn er Verständnis für Ängste über mögliche Beeinträchtigungen oder gar Geschäftseinbußen habe, sei er sicher: "Wenn alles überstanden ist und wir gemeinsam die Einweihung feiern, dann werden alle zufrieden, ja stolz sein."

Als weitere Bauprojekte nannte Rödle die städtische Kita Lehbesch und den evangelischen Kindergarten in Steinbach, wo zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden, sowie den Umbau des Bahnhofs. "Wir wollen aus dem hässlichen Entlein wieder einen schönen und stolzen Schwan machen", so der Bürgermeister, der für die Finanzierung dieses Projekts möglichst viele Zuschüsse einwerben möchte.

Sein Herzenswunsch sei es, auf dem Betzelhübel einen Aussichtsturm zu errichten. Noch fehle zur Finanzierung ein Betrag von rund 20 000 Euro, aber eine Spendenaktion soll diese Lücke schließen. "Dieser Turm wird eine Erfolgsstory", zeigte sich Rödle überzeugt. Das Wichtigste im Leben sei das Leben, betonte der Bürgermeister abschließend. Er wünsche allen ein Stück mehr Gelassenheit mit dem inneren Gefühl: Wir können das schaffen.