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Ein Spiel von Licht und Schatten

Das Spiel mit den Perspektiven zauberte magische Bilder, hier in „Dreams“. Foto: Jörg Jacobi
Das Spiel mit den Perspektiven zauberte magische Bilder, hier in „Dreams“. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Seit 2008 gibt es die Truppe in den USA. Im Jahr 2013 verzauberten die Tänzer die Jury von „America's got talent“ – dem amerikanischen Pendant zum deutschen „Supertalent“ – mit ihrem Schattenspiel. Elke Jacobi

Sie können alles sein. Oder fast alles. Jedenfalls nicht nur mal groß und dann wieder klein, mal nur Kopf oder gar kopflos. Nein. Sie sind auch ein Kamel, eine Raupe oder ein Elefant, sind Tisch und Stuhl, Baum und Strauch, eine Schaukel oder der Eiffelturm, Hubschrauber und Motorrad. Die Truppe Catapult aus den USA gastierte am Samstag als Teil ihrer Deutschland-Tournee in Neunkirchen . Seit dem 6. Januar und noch bis zum 30. März tourt die Truppe quer durch Deutschland. Insgesamt 64 Mal zeigen die acht Tänzer die neue Show "Amazing Shadows". Alle acht - fünf Frauen und drei Männer - kommen aus New York, sind ausgebildete Modern- oder Ballett-Tänzer.

"Was sie vor allem brauchen, sind Disziplin und Gefühl für Balance", erzählt Tourleiterin Sabine Martick der SZ. Neunkirchen war übrigens der einzige Tourstopp im Saarland, zwischen Auftritten in Kaiserslautern und Bad Homburg. "Die Halle ist super", erzählt Martick. Vor allem die gute Entlade-Möglichkeit habe den Akteuren gefallen. Und dass die Bühne schön groß ist. Das vereinfache die Umsetzung. Denn: "Präzision ist superwichtig. Da muss jede Bewegung sitzen, sonst sieht der Elefant nie aus wie ein Elefant, sondern wie etwas ganz anderes."

In sieben Episoden und mehreren kleinen Zwischenspielen konnten sich die Besucher der gut gefüllten Gebläsehalle davon überzeugen, was man mit Körperbeherrschung und dem richtigen Abstand zur Lichtquelle so alles erzählen kann. Vivaldis "Vier Jahreszeiten" machten den Anfang. Durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter verwandelten sich die Tänzer unter vielen Lachern vor allem der jüngeren Zuschauer in Frösche, Enten, Raupen, Kraken oder Schwäne. Szenenapplaus war die Belohnung für die schnelle Verwandlung. "Richtig gut" gefallen hat gerade diese Vivaldi-Passage auch Birgit Hitschel. Die Neunkircherin macht selbst Sport und weiß deshalb: "Die Körperbeherrschung und die Choreografie, das ist unglaublich. Die dürfen da nicht patzen." Und auch ihre 80-jährige Tante, Hannelore Maar, war angetan von der Verwandlungskunst und der Schnelligkeit, mit der die vonstatten ging. "Typisch amerikanisch" mutete den Zuschauern dann schon die Umsetzung des Mauerfalls oder die Widmung für die Eltern der beim Amoklauf im September 2012 getöteten Kinder an.

Die Zwischenspiele zwischen den einzelnen Geschichten lebten vor allem durch das Spiel mit den Perspektiven. "So ganz verstanden habe ich da nicht alles, muss man wohl auch nicht", meinte Jörg Becker. Trotz spannender James-Bond-Geschichte vor der Pause. Fazit von Anika Keller bis dahin: "Die vier Jahreszeiten sind mein Favorit." Möglicherweise wurde der dann im zweiten Teil abgelöst von der Traumreise mit Blick in ganz besondere Kopfwelten oder der Reise quer durch die Welt bis zum Mond. Um 22 Uhr jedenfalls hatten die Schattenspieler ihr Ziel erreicht, zeigten sich schattenfrei und gaben Autogramme.