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Ein Rundflug als Höhepunkt der Projekttage

Ein Rundflug als Höhepunkt der Projekttage

Hoch hinaus ging es für 17 Schüler des Neunkircher Gymnasiums am Krebsberg. Im Rahmen der Projekttage fuhren sie auf den Flugplatz Marpingen; am Mittwoch konnten sie bereits auf dem Schulgelände im Segelflugzeug sitzen.

. Ein ungewöhnliches Gefährt parkte am Mittwoch auf dem Schulgelände des Gymnasiums am Krebsberg (GaK). Dietmar Hinsberger, Geschäftsführer des Flugsportvereins Kreis St. Wendel, war mit einem Segelflugzeug angereist, um 17 Schüler des GaK mit dem 220 Kilogramm schweren Luftfahrzeug bekannt zu machen. Allerdings war der ausgebildete Pilot nicht auf dem Luftweg nach Neunkirchen gekommen, wie ein Auto mit langem Anhänger verriet. Im Rahmen der viertägigen Projekttage am GaK weihte Hinsberger die Projektgruppe "Segelflug" in seine luftige Leidenschaft ein; auch seine Pilotenkollegen Arnold Just und Hartwig Baron traten bereits vor die Schüler .

"Segelflug" ist eines von 38 möglichen Projekten, aus denen die Schüler des GaK wählen konnten; des Weiteren gibt es etwa Geocaching oder Klettern. Am Mittwoch musste auch die Projektgruppe "Segelflug" kurz klettern: Hinein ging es in das Cockpit des Segelflugzeugs, das Hinsberger mitgebracht hatte. Das weiße Gefährt erinnerte an eine riesige Libelle, die auf der Wiese hinter der alten Schulturnhalle gelandet war. Mit einer Spannweite von 15 Metern gab das Segelflugzeug ein stattliches Bild ab - da machte der eine oder andere Projektteilnehmer große Augen. Sechstklässler Maurice Bastuck aus Mainzweiler zog routiniert seine Kreise um das Luftfahrzeug; schließlich verbringt der Elfjährige jedes Wochenende auf dem Flugplatz in Marpingen , das Gelände des Flugsportvereins Kreis St. Wendel. Mit etwa fünf Jahren saß er zum ersten Mal im Motorsegler seines Großvaters Arnold Just. Als das GaK für die Projekttage außergewöhnliches Hobbys suchte, schlug der Schüler Segelflug vor und hatte dafür direkt die Unterstützung des Flugsportvereins Kreis St. Wendel. Mittwoch und Donnerstag erklärten die Referenten den Schülern, wie der Segelflug theoretisch funktioniert; sie thematisierten dabei den Aufbau des Luftfahrzeugs und die große Bedeutung der Aufwinde.

Dietmar Hinsberger machte auch klar, wo die Grenze beim Segelflug liegt: "Wir können nicht über die Wolken steigen - 1800 Meter über dem Grund ist Schluss." Wie sich der Segelflug tatsächlich anfühlt, konnte die Projektgruppe am Freitag selbst erfahren: Nach zwei Tagen Theorieunterricht ging es zum krönenden Abschluss auf den Flugplatz Marpingen . Dort durften die Schüler mit Profis in einem Doppelsitzer mitfliegen und Höhenluft schnuppern.

marpingen-flugsport.de