Ein Hoch auf den Abschluss

Geschafft: 59 Schüler der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen haben am Freitag ihren Mittleren Bildungsabschluss entgegengenommen. Schulleiter Wilhelm wünschte ihnen Durchhaltevermögen.

In der Aula der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen (GGSNK) herrscht familiäre Atmosphäre. Die meisten Schüler , Eltern und Lehrer sitzen an diesem Freitagmorgen erwartungsfroh auf den Stühlen. Ein paar Kuchen und zwei Körbe mit Brezeln stehen bereit für später. Im Innenhof schnuppern einige der Zehntklässler nochmal ausgiebig Schul-Luft. Die jungen Damen sind entsprechend dem Anlass bestens gekleidet, bei den Herren ist alles erlaubt von T-Shirt bis Anzug - nur eines sitzt bei allen: die Frisur.

Drei zehnte Klassen der Gemeinschaftsschule haben den Gang auf die Bühne vor sich, um ihr Abschlusszeugnis entgegenzunehmen. Insgesamt haben 59 Schüler den Mittleren Bildungsabschluss in der Tasche, über die Hälfte schlägt den Weg zum Abitur ein.

Die Abschlussfeier startet mit dem Revolverheld-Titel "Das kann uns keiner nehmen" vom Band. Tutorin Doris Brück erzählt danach eine mexikanische Geschichte von einem Adler, der bei Gänsen aufwächst und nie erfährt, wie hoch hinaus er könnte, wenngleich er immer wieder den Wunsch nach dem Fliegen verspürt. Das Bild ist deutlich. Brück wünscht den Schülern, sie mögen das werden, was sie sind, ihren Weg finden.

Andreas Buranis "Ein Hoch auf uns" darf in der jüngsten Vergangenheit auch auf keiner Schulfeier fehlen. Die Band des GGSNK bringt die Hymne zu Gehör. Und Schulleiter Clemens Wilhelm bezieht sich in seiner Rede auf den Text dieser "Ode an die Freundschaft".

Das Lied sei groß geworden bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien, sagt der Schulleiter, und erinnert daran, wie viele Menschen damals gemeinsam den WM-Erfolg der deutschen Mannschaft gefeiert hätten. Er spricht von "erstaunlichen Parallelen" zwischen den Songzeilen und dem GGSNK. Gemeinsamkeit, Vielfalt, Bereicherung sind Schlagworte, die Wilhelm bei Burani wie auch im Leitbild der Gemeinschaftsschule findet.

"Wir haben versucht, ein guter Begleiter für euch zu sein", richtet er sich an die jungen Leute. Wichtig sei den Lehrern eine gute Beziehung zu ihren Schülern gewesen, da Beziehung für Lernerfolg sorge. Das habe auch manchmal Strenge erfordert. Aber wenn er die Abgänger vor sich sehe in schönen Kleidern und tollen Anzügen, sei er sicher, es habe nicht geschadet. Durchhaltevermögen wünscht Wilhelm den Absolventen, und neben Feier-Momenten auch die Fähigkeit, zu verharren und Geduld zu zeigen. Für drei Schüler gibt es noch ein Geschenk. Nicht, weil sie die besten Noten hatten, sondern weil sie wichtig waren für die Gemeinschaft. Sie verlassen mit ihrem Gutschein als letzte die Bühne.