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Ein halbes Jahr zum Einspielen

Gitarrist Ro Gebhardt Foto: Reinhardt/Holzherr
Gitarrist Ro Gebhardt Foto: Reinhardt/Holzherr FOTO: Reinhardt/Holzherr
Neunkirchen. Vier Combos sorgten für gute Stimmung beim Abschlusskonzert des Jazzworkouts in der Stummschen Reithalle Neunkirchen. Mathias Huckert

Auf einen langen Abend mit insgesamt vier Jazz-Combos der Extraklasse konnten sich zahlreiche Besucher in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen einstellen. Dort fand bereits zum 18. Mal das Abschlusskonzert des Jazzworkouts statt, das vom Saarländischen Landesverband Jazz und der Neunkircher Kulturgesellschaft veranstaltet wurde.


Die drei Jazz-Combos, die in diesem Jahr für gute Stimmung sorgten, hatten sich ein halbes Jahr auf ihren Auftritt in der Reithalle vorbereitet. Immer an ihrer Seite waren in dieser Zeit - und natürlich auch am Konzertabend - ihre drei Dozenten: die Bassisten Arnulf Ochs und Jan Oestreich sowie der Neunkircher Gitarrist Roland Gebhardt. Letzterer war zuletzt bei der allerersten Ausgabe des Jazzworkouts als Bandcoach dabei gewesen. Nun hatte sich für Gebhardt einiges geändert. "Für mich war es wichtig, eine homogene Gruppe zusammenzustellen", erklärte Gebhardt vorab der SZ. Das war ihm gelungen, wenngleich sich die Band auch in einem Punkt von Gebhardts sonstigen Projekten als Musiklehrer unterscheidet: "Normalerweise unterrichte ich ja eher jüngere Schüler, in dieser Band liegt das Durchschnittsalter aber bei Mitte 50 - das war schon eine Umstellung". Eine Umstellung, die sich gelohnt hatte. Die Combo "Der harte Kern", deren Konstellation sich während der Proben von ursprünglich sechs Mitgliedern auf nur vier dezimierte - daher der Name - , brachte eine verjazzte Version von Bobby Hebbs "Sunny" auf die Bühne. Ebenso überzeugen konnten auch die Shifting Deadlines, bei denen Dozent Arnulf Ochs kurzerhand selbst zum Bass griff. Mit typischen Jazz-Stücken von Joe Henderson oder John Coltrane, bei denen vor allem Saxophonistin Anika Arend und Flötist Volker Becker glänzen konnten, hatte die Combo das Publikum in Neunkirchen auf seiner Seite. Gleiches galt auch für String Theory. Die Combo von Bassist Jan Oestreich wusste mit gleich zwei Gitarristen aufzutrumpfen. Als Bonus gab es dann noch die Truppe Never Complete zu hören. Die Combo, die bereits 2014 beim Jazzworkout zu hören war, wird im Juni in Saarbrücken bei "Jugend jazzt" auftreten.