Ein Gründer aus Neunkirchen hat ein Trägersystem unter dem Namen Black Siruis entwickelt

Lokale Wirtschaft : Ein Gladiator made in Neunkirchen

Mit einem neuartigen Trägersystem will ein Wiebelskircher Sportler und Motorradfahrer überzeugen.

Vier Jahre hat Nebras Darab getüftelt, bis er sein Produkt endlich in Händen hielt. Ein Produkt, das in zwei Ausführungen erhältlich ist und je nach Variante Gladiator oder Soldier heißt. Mit 81 bis 108 Gramm sei dies „das leichteste Trägersystem der Welt“, wie Darab nun bei der Präsentation in den Räumen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) im Landkreis Neunkirchen stolz verkündete. Gladiator und Soldier sind für Sportler und Motorradfahrer gedacht, die Wert auf eine kleine Tasche legen, in der sich Handy, Mp3-Player, EC-Karte und Ähnliches verstauen lässt. Die Tasche kann an einem Trägersystem befestigt werden, das über die Schulter gezogen wird.

Auf die Idee sei der Wiebelskircher beim Sport und im Beruf gekommen. Der 38-Jährige ist Soldat und Offiziersanwärter. „Vieles, was auf dem Markt ist, ist unpraktisch. Bauchtaschen etwa. Bei der Entwicklung habe ich mich an Negativbewertungen ähnlicher Produkte orientiert, um diese Fehler zu vermeiden. Ich wollte eine praktische und einfach zu handhabende Lösung, die gut aussieht und zudem noch Sicherheit bietet“, so Darab. Dieses Vorhaben habe er mit seinem Trägersystem, das mittels Reflektoren in der Dunkelheit gut zu sehen ist, nun in die Tat umgesetzt. Er betont, dass er bei der Herstellung nur hochwertige Produkte verwendet habe. So sorge etwa das speziell entwickelte Achsgelenk dafür, dass sich die Trägersysteme jedem Körperbau anpassen, selbst bei dynamischen Bewegungen in der Sportausübung. Außerdem seien die Produkte eine vom TÜV Rheinland zertifizierte, sogenannte persönliche Schutzausrüstung nach europäischer Norm.

„Black Sirius“ ist der Name der Marke, unter der Darab sein Trägersystem auf den Markt schickt. Die Produktpalette soll noch erweitert werden. Dass sich das Trägersystem, das für rund 70 Euro zu haben ist, durchsetzen wird, steht für den Firmeninhaber fest. Allerdings wird dies nicht von heute auf morgen der Fall sein. „Wir setzen auf Zeit, in zwei bis drei Jahren soll sich das Produkt etabliert haben.“

Voll des Lobes ist Nebras Darab bezüglich der Zusammenarbeit mit der WFG. Hier wurde ihm nicht nur kostenlos ein Büro samt Infrastruktur zur Verfügung gestellt, auch habe er von den Kontakten und dem Know-how der WFG profitieren können. Das hörten Landrat Sören Meng und WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler gerne, die Nebras Darab zu seinem Produkt gratulierten.

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