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Ein Geschenk für die Neunkircher und ihre Gäste

In der Gebläsehalle kann künftig ebenso wie auf dem Stummplatz und im Hammergraben gratis im Internet gesurft werden. Foto: Stadt Neunkirchen
In der Gebläsehalle kann künftig ebenso wie auf dem Stummplatz und im Hammergraben gratis im Internet gesurft werden. Foto: Stadt Neunkirchen FOTO: Stadt Neunkirchen
Neunkirchen. Ab sofort kostenloses City-WLAN an innerstädtischen Treffpunkten. Stadt und KEW gaben jetzt den symbolischen Startschuss für das neue Angebot. Anja Kernig

Es war ein "bunter Strauß interessanter Themen", die Pressesprecher Markus Müller für die erste Stadt-Pressekonferenz des Jahres ankündigte. Neben dem aktuellen Stand des Projektes Stadtradeln informierten Rathauschef Jürgen Fried und Bürgermeister Jörg Aumann unter anderem über Fortschritte bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf umweltschonende LED-Technik und den "Tag des Schwimmens" (Bericht folgt).


Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem Geschenk, das Stadt und KEW den Neunkirchern und ihren Gästen von nun an täglich offerieren. Bietet die Kreisstadt doch als eine der ersten Städte im Saarland ab sofort kostenloses City-WLAN in der Innenstadt an. "Damit besteht auf dem Stummplatz, im Hammergraben und in der Neuen Gebläsehalle die Möglichkeit, gratis im Internet zu surfen", freute sich Fried. Geplant ist außerdem, zusätzlich die Stadtbibliothek im "KULT. Kommunikationszentrum Neunkirchen" einzubeziehen.

Zusammen mit dem Vorstand der KEW AG Kommunale Energie- und Wasserversorgung, Werner Spaniol, gab der OB bei der Sitzung im Rathaus den symbolischen Startschuss für das kostenlose Angebot. Darauf kann jeder im Umkreis der drei Zugangspunkte zugreifen, wenn er ein WLAN-fähiges Gerät wie Smartphone, Tablet oder Laptop besitzt. Die Firma Intersaar GmbH mit Sitz in Saarbrücken als Betreiber des Netzwerks legt dabei Wert auf höchste Sicherheitsstandards.



"Schnelles mobiles Internet ist heute für viele Menschen selbstverständlich", insofern trage man durch das neue kostenlose City-WLAN zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt bei, zeigte sich das Duo überzeugt von der Qualität und Notwendigkeit dieses neuen Angebotes.

Die federführende Umsetzung und Installation lagen bei der KEW, die allein 10 000 Euro in die Router investierte. Dank Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 MBit pro Sekunde gelten diese auch bei hohem Nutzungsaufkommen als sehr leistungsstark. Der Empfang deckt die drei Bereiche durch verschiedene so genannte Accesspoints ab. Nachts werden die Geräte abgestellt. Das Aufladen der Akkus erfolgt über die Straßenbeleuchtung. Die Stadt wiederum steuerte Manpower der EDV-Abteilung und des Zentralen Betriebshofs bei und übernimmt die Wartung mit Kosten von etwa 700 Euro jährlich.

Um auf das kostenlose WLAN zugreifen zu können, müssen die Nutzer die entsprechenden Einstellungen ihres Geräts aufrufen und das Netz "free.wifi.saarland" auswählen. Danach öffnet sich der Login-Bereich der WLAN-Landing-Page. Dort hat man die Wahl zwischen einer Stunde ungesichertem Surfen und zwei Stunden gesichertem Surfen. In beiden Fällen müssen die Nutzungsbedingungen des Anbieters akzeptiert werden. Wer sich für die gesicherte WPA2-Verbindung entscheidet, generiert automatisch einen sicheren WPA2-Schlüssel, kopiert diesen und trägt ihn in den WLAN-Einstellungen unter dem WLAN-Netz "secure.free.wifi.saarland" ein. Das Login bleibt nach der Anmeldung bestehen und der Nutzer wird zukünftig automatisch verbunden, sobald sein Endgerät das Netz empfängt. "Um sich anzumelden, ist keine Angabe persönlicher Daten notwendig", erklärte Fried. Sind die zwei Stunden bzw. die eine Stunde abgelaufen, wird der Zugang automatisch getrennt und erst am nächsten Tag wieder frei gegeben.

In ähnlicher Form wurde WLAN bisher in Saarbrücken, Homburg, Saarlouis, Blieskastel, in der Staatskanzlei und der ständigen Vertretung des Saarlandes in Berlin umgesetzt. Wissen sollte man, dass derzeit die für solche Projekte zwingend erforderliche Testphase läuft, um die Betriebsparameter anzupassen. Somit können theoretisch noch Störungen auftreten, die eine Nachjustierung erfordern.