Ein Feuerwehrauto als "Weihnachtsgeschenk"

Ein Feuerwehrauto als "Weihnachtsgeschenk"

Steinbach. Lange mussten die Steinbacher Wehrleute auf diesem Moment warten. In einer Feierstunde am Steinbacher Feuerwehrhaus konnte Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle nun den Fahrzeugschlüssel für das neue Löschfahrzeug LF 10/10 TH an Wehrführer Stefan Weißmann übergeben

Steinbach. Lange mussten die Steinbacher Wehrleute auf diesem Moment warten. In einer Feierstunde am Steinbacher Feuerwehrhaus konnte Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle nun den Fahrzeugschlüssel für das neue Löschfahrzeug LF 10/10 TH an Wehrführer Stefan Weißmann übergeben. Die Stadt hat mit einer Investition von 260 000 Euro den Brandschutz und vor allem die Ausstattung für die technische Hilfeleistung im zweitgrößten Ottweiler Löschbezirk erheblich verbessert.Weihnachtlich geschmückt stand das imposante Fahrzeug am Samstag vor den Toren des Feuerwehrhauses in Steinbach. Umringt wurde das neue Schmuckstück der Wehr von zahlreichen Steinbacher Bürgern und den Wehrleuten des Löschbezirks. Diese strahlten mit der Sonne um die Wette und präsentierten den Gästen von Stadtrat, Stadtverwaltung, der obersten Feuerwehrführung aus dem Landkreis und dem Saarland mit Stolz ihr neues Einsatzfahrzeug. Mit dem neuen Fahrzeug hält modernste Löschtechnik Einzug in Steinbach. Auch für die technische Hilfeleistung sind die Steinbacher Helfer nun bestens gerüstet. Immer wieder muss die Wehr zu schweren Verkehrsunfällen auf der B 420 ausrücken, die direkt an dem Ottweiler Stadtteil vorbei führt.

Bürgermeister Rödle betonte bei der Schlüsselübergabe die hohe Wertigkeit, die der Brandschutz in Ottweiler genießt. Immerhin, so Rödle, sei dies bereits das siebte Feuerwehrfahrzeug, das er in seiner Amtszeit übergeben durfte. "Alleine in diese Fahrzeuge wurden in meiner Amtszeit rund 1,2 Millionen Euro investiert." Wehrführer Stefan Weißmann gab den Schlüssel des Fahrzeugs direkt an den Löschbezirksführer von Steinbach, Dirk Schmolze, weiter. Er betonte die Wertigkeit einer solchen Fahrzeugübergabe bei einer Feuerwehr wie Steinbach. "In der fast 80-jährigen Geschichte der Feuerwehr Steinbach ist dies erst das dritte Fahrzeug, das in Dienst gestellt wird", stellte Weißmann fest. Er erinnerte dabei nochmals an das dienstälteste Fahrzeug im Landkreis Neunkirchen "Elzje", das nach 50 Dienstjahren erst im letzten Jahr in "Rente" ging.

"Qualifizierte Hilfe in der Not zu leisten, dafür sind wir nun in Steinbach bestens gerüstet", mit diesen Worten fast Schmolze die Arbeit seiner Wehr zusammen. "Insgesamt wurden 10 000 Euro an Spenden in das Fahrzeug investiert. Auch der Erlös, der durch den Verkauf des Löschfahrzeugs Elzje erzielt wurde, konnte in das neue Fahrzeug investiert werden. So steckt auch ein Stück Seele von unserer alten Dame Elzje in dem neuen Fahrzeug", so der Löschbezirksführer.

Hintergrund

Das neue Löschfahrzeug in Steinbach ist ein Universalgerät und deckt mit seiner Beladung fast das gesamte Einsatzspektrum einer Feuerwehr ab. TH steht dabei für technische Hilfeleistung. Dies bedeutet, dass die Wehr künftig zum Beispiel auch Personen nach einem Verkehrsunfall mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeugwrack befreien kann.

Das Fahrzeug ist auf einem MAN-Fahrgestell aufgebaut und hat 290 PS. In seinem Tank sind 1600 Liter Löschwasser für den ersten Löschangriff. Es kann auch den an der Einsatzstelle notwendigen Strom selbst erzeugen. Neun Einsatzkräfte finden in der modernen Kabine des Löschfahrzeuges Platz. Die Türen werden wie bei einem Bus mit Luftdruck geöffnet. ard