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Kommentar
Ein Armutszeugnis für die lokale Politik

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Hut ab vor Laura Bähr! Wer von einem internationalen Wettkampf nach Hause kommt und eine Medaille um den Hals hängen hat, der darf zurecht stolz auf sich sein. Wenn es dann auch noch Gold und Silber sind, ist die Leistung umso höher zu bewerten. Von Marc Prams

Da spielt es keine Rolle, ob es nun die Special Olympics, die Paralympics oder die Olympischen Spiele sind. Egal bei welcher Veranstaltung: Die Sportler, die dort teilnehmen, geben ihr Bestes. Ob mit oder ohne Handicap. Hut ab auch vor Wolfgang Eiler, der Laura Bähr in seinem Café den Empfang bereitet hat, der ihr zusteht und den sie sich verdient hat. Und der damit für sämtliche Vertreter der lokalen Politik in die Bresche gesprungen ist, die es versäumt haben, einer tollen Sportlerin zu ihrer tollen Leistung zu gratulieren. Ein Armutszeugnis. Ein ganz klein wenig werde ich den Gedanken nicht los, dass man mit einem Sportler aus dem Kreis, der bei den Olympischen Spielen Gold und Silber gewonnen hätte, anders umgegangen wäre.