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Ein Ärgernis für viele in Neunkirchen: Volle Container und wild abgelagerter Müll

Kostenpflichtiger Inhalt: Keine Weihnachtsferien für Neunkircher Betriebshof : Volle Container und wilder Müll

Die Mitarbeiter des Neunkircher Betriebshofs sorgen auch zwischen den Tagen dafür, dass der Müll beseitigt wird.

Randvolle Altpapiercontainer sind ein Ärgernis. Das ganze Jahr über und besonders in diesen Tagen, wenn jeder die Verpackungen seiner Weihnachtsgeschenke loswerden will. Aber was tun, wenn der Metallbehälter bis über die Einwurfklappe gefüllt ist und die Leerung durch das zuständige Entsorgungsunternehmen so schnell nicht zu erwarten ist. Auf keinen Fall sollte man so vorgehen, wie das dieser Tage eine Autofahrerin an einem Containerstandort in Wiebelskirchen vorhatte. Sie stellte ihren Pappkarton voller Papier einfach neben den Container, was aber nicht nur die Umwelt verschandelt, sondern auch den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllt. Darüber sollte sich jeder im klaren sein. „Wo soll ich denn mit dem Papier hin, wenn der Container voll ist“, fragte sie den Schreiber dieser Zeilen, als der sie auf ihr unkorrektes Verhalten hinwies und ihr nahelegte, ihren Papierkarton wieder mitzunehmen. Das befolgte die junge Dame nach einigen Schimpftiraden dann auch, wobei sie ihre Wut und ihren Widerwillen nicht verbergen konnte. Aber sie verstaute ihren Papiermüll wieder im Kofferraum ihres Fahrzeugs und fuhr davon, allerdings nicht, ohne den SZ-Chronisten zuvor als „Korinthenkacker“ zu „würdigen“.

Aber zumindest zu diesem Zeitpunkt blieb es an jenem Containerstandplatz sauber, was man zwischen den Feiertagen größtenteils auch in anderen Teilen der Stadt feststellen konnte. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst der Männer vom Zentralen Betriebshof der Stadt (ZBN), die im Gegensatz zu vielen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus auch zwischen Weihnachten und Neujahr Dienst schieben mussten. „Wir haben in der Woche vor Weihnachten eine der regelmäßig stattfindenden Überwachungsaktionen durchgeführt“, erklärte Oberbürgermeister Jörg Aumann auf entsprechende Anfrage und er ergänzt: „Wenn dabei eine massive Verschmutzung auffällt, geben wir das natürlich an die Kollegen vom ZBN weiter“. Ergänzend habe der ZBN seine üblichen Kontroll- und Reinigungsfahrten durchgeführt, fügte Aumann hinzu. Das bestätigte auch Thomas Baldauf. „Die Leute vom ZBN sind jeden Tag unterwegs, um die Containerstandplätze sauber zu halten“, versicherte der ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt Neunkirchen am vorletzten Tag seiner Amtszeit, die zum neuen Jahr endete.

Eine echte Sauerei: Müll, der einfach in die Natur gekippt wird. Foto: Heinz Bier

Beide Kommunalpolitiker wissen natürlich nur zu gut, dass die Sauberkeit an den Containerstandorten allzu oft nur eine Momentaufnahme ist. Aber nicht nur an den Containerstandplätzen, auch in anderen Bereichen der Stadt wird weiterhin illegal Abfall entsorgt. Beispielsweise unterhalb des Ebersteins in Wiebelskirchen, wo am Wochenende nach Weihnachten eine Wagenladung voll Sperrmüll einfach am Wegrand abgelegt wurde. Der oder die Verursacher werden wohl kaum ermittelt werden können, und so bleibt auch in diesem Fall nur der Einsatz der Männer vom ZBN, um wieder für Sauberkeit zu sorgen.