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| 20:39 Uhr

Echse büxt aus Neunkircher Zoohandlung aus

Die daheim gebliebene Terrarien-Partnerin des Quittenwarans sieht dem Entflohenen sehr ähnlich. Foto: Robert Schmidt
Die daheim gebliebene Terrarien-Partnerin des Quittenwarans sieht dem Entflohenen sehr ähnlich. Foto: Robert Schmidt FOTO: Robert Schmidt
Neunkirchen. Während der Fütterung ist eine ein Meter große Echse aus einem Neunkircher Reptiliengeschäft entkommen. Für den Menschen ist das Tier ungefährlich. Trotz großer Suchaktion wird der gelbe Waran weiterhin vermisst – wohl aber nicht von seiner Partnerin.

"Achtung, entlaufen!!!", steht auf Facebook zu lesen. Bei der Fütterung sei ein bis 1,20 Meter großer Quittenwaran "durch den Laden und die Eingangstür entlaufen", schreibt Patrick Schiffer, Inhaber des Terraristik-Zentrums Saar, einer Reptilienhandlung in der Neunkircher Bliesstraße. Das Tier sei "harmlos und sehr scheu", wer es finde, solle sich dringend melden. Die Meldung stammt von vorgestern und wurde 450 Mal geteilt. Doch das Tier blieb bislang vermisst. Mit einem ein Dutzend Personen starken Suchtrupp sei er unterwegs gewesen, erzählte Reptilienhändler Schiffer gestern, während er einer Kundin zwei Säckchen toter Rattenbabys verkauft. Direkt nach der Flucht, so Schiffer weiter, habe man umliegende Straßen, Wege und Gebüsche durchsucht - ohne Erfolg.

Es sei das erste Mal seit 16 Jahren, das ihm ein Tier entlaufen ist, ärgert sich der Fachhändler. Der fünf Jahre alte Waran, der von einem Züchter aus dem Saarland stammt, lebte schon lange in einem Terrarium am Eingang der Reptilienhandlung. Einen Namen trägt er nicht. Schiffer erklärt: "Wir sind ein seriöses Geschäft." Das Tier sei nicht zum Verkauf gedacht gewesen, eher etwas Besonderes zum Anschauen, sagt er. Umso mehr ärgert ihn das Verschwinden. Sorgen, dass der Waran außerhalb des Terrariums nicht überleben könnte, hat Schiffer nicht. In der Natur, sagt der Experte, könne es die Echse lange aushalten: "Er ist Allesfresser", da fänden sich schon genug tote Mäuse oder Ratten. Lediglich einen kalten Winter würde der Waran wohl nicht überstehen. Eine vermisst den Ausreißer derzeit wohl eher nicht: seine Terrarien-Partnerin.

"Warane sind Einzelgänger", erklärt Schiffer. Das Männchen unterdrücke den weiblichen Gegenpart beim Futter und beim Platz. Als der Waran während der Fütterung floh, konnte sich dessen Partnerin freuen: statt einer Maus gab es für sie diesmal gleich zwei.

Info: Wer die Echse gesehen hat, wendet sich an: Terraristik-Zentrum Saar, Bliesstraße 50-54, Tel. (0 68 21) 9 99 29 88.