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Tischtennis: Dreifacher Aufstieg für den TTC Lautzkirchen

Tischtennis : Dreifacher Aufstieg für den TTC Lautzkirchen

Tischtennis: Die Saison in allen Spielklassen ist abgebrochen worden. Der TTC Lautzkirchen spielt nächste Saison in der neu gegründeten Verbandsoberliga. Auch die zweite und dritte Mannschaft steigen auf.

Die Tischtennis-Saison 2019/20 ist in ganz Deutschland für den Mannschaftsspielbetrieb von der untersten Kreisklasse bis zur Bundesliga einschließlich Pokal- und Relegationsspielen mit sofortiger Wirkung beendet. Das haben der DTTB und seine 18 Landesverbände in einer Telefonkonferenz beschlossen. Die Tabelle wird zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit als Abschlussklassement gewertet. Auf DTTB-Ebene war dies der 13. März. Die Mannschaften auf den Auf- und Abstiegsplätzen steigen auf beziehungsweise ab. Der DTTB und die Landesverbände entscheiden individuell darüber, wie Mannschaften berücksichtigt werden, die sich auf Relegationsplätzen befinden. An den Vorgaben und Terminen der Wettspielordnung zur Planung der Saison 2020/21 wird zum jetzigen Zeitpunkt festgehalten.

Diese Regelung hat auch Auswirkungen auf die Mannschaften aus dem Kreis. Ein Beispiel dafür sind die Spieler des TTC Lautzkirchen, die in der Herren-Landesliga mit 20:6 Punkten auf Relegationsrang zwei liegen. Rein theoretisch hätte auch noch der Spitzenreiter SG Bous-Elm (28:0 Zähler) eingeholt werden können. „Aus gesundheitlichen Gründen war der vorzeitige Saisonabbruch auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Es hätte keinen Sinn gemacht, die letzten Spiele in den Mai und Juni zu verlegen“, sagt Lautzkirchens Spitzenspieler und Sportwart Tobias Walch.

In der DTTB-Wettspielordnung sei es vorgeschrieben, dass die absolvierten Partien auch gewertet werden müssen. „Viele hatten gedacht oder gehofft, dass die Tabelle nach Ablauf der Hinrunde gewertet wird. Dann hätten alle Vereine die gleiche Anzahl an Spielen gehabt. Außerdem hätte Jeder gegen Jeden einmal gespielt“, meint Walch. Nun gäbe es die Situation, dass einige Mannschaften mehr oder weniger Spiele als andere Teams haben.

Speziell im Fall des TTC Lautzkirchen I durfte über den Aufstieg gejubelt werden. „Es gibt zwischen der Saarland- und Oberliga eine neue Liga – das ist die Verbands-Oberliga. Dies führt in den unteren Ligen zu einem vermehrten Aufstieg. Aus unserer bisherigen Landesliga dürfen fünf Mannschaften aufsteigen“, erklärt der Sportwart.

Auch der TTC Lautzkirchen II rückt als Tabellensechster der 1. Bezirksklasse Gruppe 3 bei dort sogar acht Aufsteigern eins nach oben. Künftig ist die Zweite also Bezirksligist. Und die Dritte steigt als Dritter der 2. Bezirksklasse Gruppe 1 ebenfalls auf. Und es gibt sogar in Lautzkirchen noch eine vierte Mannschaft, die in der 3. Bezirksklasse Gruppe 1 Rang neun erreichte. Diese Liga wird nun in 2. Bezirksklasse umbenannt. Bei den Schülern des TTC Lautzkirchen sei jedoch alles nicht so unkompliziert abgelaufen. Man war mit 7:1 Punkten nach der Qualifikationsrunde in der Saarlandliga Jungen 13 hinter der TTG Rohrbach-St. Ingbert (8:4 Zähler) aktuell Zweiter. „Die verpasste Meisterschaft ist zwar schade. Da es dort aber keine Liga darüber gibt, wird es auch keinen Aufstieg geben. Das war also der einzige Punkt, der uns etwas benachteiligt hat, als die März-Tabelle herangezogen wurde“, erklärt Walch. Man könne aber auf jeden Fall die getroffenen Verbandsentscheidungen nachvollziehen und verstehen.

Wie in anderen Vereinen auch, ruht auch momentan beim TTC Lautzkirchen der komplette Sportbetrieb. „Von daher gestaltet sich die Kommunikation natürlich etwas schwieriger. Die geplante Vorstandssitzung müssen wir über verschiedene Video-Portale durchführen. Das werden wir in den kommenden Tagen so in Angriff nehmen. Und in den einzelnen Mannschaftsgruppen wird natürlich über WhatsApp fleißig geschrieben“, sagt Walch und ergänzt: „Gerade gehen ja die Mannschaftsplanungen für die nächste Saison los. Da wäre es natürlich schon ein Vorteil, sich auch einmal in der Halle treffen zu können. Und natürlich fehlt uns auch einfach der Sport und die Lust am Tischtennis – so geht es ja momentan aber wohl alle sporteifrigen Menschen.“