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Kolumne Heiligabend
Drei Christkindern sei Dank

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Michael Beer

Heiligabend. Klar, da erwartet jeder eine froh-besinnliche Geschichte. Aus Kindertagen, aus mit-den-Kindern-Tagen oder sonstwie voll warmem Gefühl. Nun hat jeder so seine eigenen Erinnerungen an das Fest. Nicht immer die besten, weil auch längst nicht in jeder Familie diese positive Grundgestimmtheit herrscht, die ein besinnliches Zusammensein zumindest erleichtert. Schöner wurde es bei mir in den Studentenjahren. Da trafen wir jungen Kerle uns dann am 24. zu späterer Stunde - die meisten kamen von ihren Eltern - und saßen bei einem großen Pott Feuerzangenbowle beisammen. Manchmal bis tief in die heilige Nacht. Da fiel auch bei denen die Anspannung ab, deren Oh-du-fröhliche-Eindrücke alles andere als emotional erbaulich waren. Eine rasante Veränderung dann wenige Jahre später. Mit den eigenen Kindern unterm Tannenbaum. Da läutetete auch bei uns das helle Glöckchen, die Kindergesichter glühten, das Geschenkpapier flog nur so umher. Dank dieser drei Christkinder heilten alte Wunden tatsächlich ab. Übrigens: Die Feuerzangenbowle gibt es dieses Jahr erstmals wieder mit ein paar guten alten Weggefährten.