1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Neunkirchen

Jetzt wird’s närrisch: Dieses Jahr wird besonders werden

Jetzt wird’s närrisch : Dieses Jahr wird besonders werden

6 mal 11 Jahre alt - das wird der Neunkircher Karnevals-Ausschuss in dieser Session. Die startet am Samstagabend.

Dass mit dem Jubiläums-Prinzenpaar genau die richtige Wahl getroffen wurde, da hat der Präsident des Neunkircher Karnevals-Ausschusses (NKA), Karl Albert, nicht auch nur die allergeringsten Zweifel. Man erinnert sich: Anlässlich 6 mal 11 Jahre hat man sich in Sachen Wahl des Prinzenpaares nochmal was Neues vorgenommen. Jeder - ob im Verein engagiert oder nicht - konnte sich bewerben. „Da standen schon mehrere zur Auswahl“, sagt Albert der SZ auf Anfrage. Die, die am Samstagabend im Paulussaal in Amt und Würden kommen werden, haben sich sogar als letzte gemeldet. „Die haben einfach einen guten Eindruck gemacht“, erinnert sich Albert. Außerdem wollte man mit der Wahl ein Zeichen setzen: Nämlich das, dass es keine Altersbegrenzung gibt. Und so tritt mit Prinz Klaus-Dieter I. und Prinzessin Gaby II. ein Tollitätenpaar seine Regentschaft an, das schon ein gerüttelt Maß an Lebenserfahrung mitbringt. Klaus-Dieter I. stammt aus Schiffweiler, ist 56 Jahre alt und durchaus bestens fastnachtserfahren. Schließlich blickt er auf eine geraume Zeit als Hofrat beim KUV Wiebelskirchen zurück. Wie jedes Prinzenpaar seine Besonderheit hat, so macht auch dieses hier neugierig. Denn, so verrät Albert, der Prinz ist ein Freund des launigen Gesanges, hat schon eine CD gemacht und wird „ganz sicherlich bei seinen Reden auch das ein oder andere Mal singen“. Dass er die Arbeit als Prinz ordentlich macht, das hat sich laut Albert bereits in der Vorbereitungszeit gezeigt. Was natürlich auch für Ihre Lieblichkeit gilt. Gaby II. ist mit ihrem Prinzen auch privat verbandelt. Und das Wiwwelskerja Mäde hat etwas, was es für die Rolle der Prinzessin gerade im Jubiläumsjahr besonders prädestiniert: Gaby II. ist genauso alt wie der NKA und außerdem großer Fan der Sitzungen der Neunkircher Karnevalsvereine. „Da ist viel Herzblut dabei“, ist sich Albert sicher.

Für den Präsidenten und sein Präsidium bedeutet so eine Jubiläums-Session ein ordentlich Maß an Mehrarbeit. Die Sessionseröffnung am Samstag wird da noch eher in gewohnten Bahnen laufen. Im Januar dann jedoch ist es so weit. Ganz zu Anfang des Jahres bereits steht dann nämlich in der Neunkircher Gebläsehalle der große Jubiläums-Ordens- und Prinzenpaar-Empfang an. Wenn kein Jubiläumsjahr ist, begeht man dieses Ereignis traditionell bei der KEW. „Das würde zu klein werden“, ist sich Albert sicher. Jede Menge geladene Gäste sollen einen Empfang erleben, der seinesgleichen sucht. Unter ihnen unter anderem die ehemaligen Prinzenpaare. „Wir hoffen, dass da ganz, ganz viele kommen.“ Langweilige Reden, die wird man sich schenken, an dieser Veranstaltung. Festansprachen in Reimform sind da schon eher zu erwarten. Und zwischen Musik, Tanz und Büttenreden wird der Präsident mit den Ehrengästen in lockerer Talkrunde plauschen.

Für einige der acht Mitgliedsvereine des NKA ist die beginnende Session gleich doppelt feierlich. Der Wellesweiler KKW hat nämlich noch ein eigenes närrisches Jubiläum, feiert drei mal elf. Die Prinzenpaar-Wahrscheinlichkeit für die nächste Session ist dementsprechend hoch.

Was die KKW im Doppel-Jubiläumsjahr auf die Bühne gebracht hat, davon können die Besucher der Gemeinschaftssitzung des NKA sicherlich einen kleinen Ausschnitt genießen. Die gibt es natürlich wie gehabt und traditionell am Freitag vor Beginn der Straßenfastnacht, einen Tag nach der Machtübernahme, sprich dem Rathaussturm. Womit man beim Thema wäre: Der Rosenmontagszug. Da wird schon seit geraumer Zeit an einem ganz besonderen Aufgebot gefeilt. An zuletzt immer häufiger und schmerzlich vermissten Musikkapellen wird es am 12. Februar nicht mangeln. „Es haben schon jede Menge Kapellen zugesagt“, bestätigt Albert. Damit der Jubiläums-Umzug ordentlich was hergibt, hat man dann auch mal ganz gerne etwas tiefer in die Tasche gegriffen. „Noch sind wir relativ gut aufgestellt.“ Jedes Jahr geht sowas allerdings nicht. Die Kapellen werden aber nicht nur pekuniär entlohnt, es gibt der Ehre noch eine ganz andere: In diesem Jahr wird der Neunkircher Umzug wieder vom SR übertragen. Da hat Albert viel Lob für die Saarbrücker Kollegen. Denn eigentlich  hatte man getauscht, damit Neunkirchen am Jubiläum dran sei - es geht immer abwechselnd. Durch den Ausfall des Umzuges im Jahr 2016 war dann alles wieder durcheinander gekommen. „Für die Saarbrücker war aber ganz klar, dass wir 2018 dran sind - egal was ist. Und das ist sehr kollegial und toll.“ In Sachen Sicherheitskonzerpt wird es ähnlich läufen wie in diesem Jahr (es gab Lkw als Sperre). „Weniger Sicherheitskonzept bestimmt nicht“, sagt Albert.

Also alles zum Besten für eine närrische Session? Fast. Denn eine Sache gibt es noch, die für Spannung und Magengrimmen sorgt: Wird die Baustelle am Hüttenberg so weit sein, dass der Zug durch kann? „Versprochen ist es“, bleibt Albert optimistisch.