Diese Sommerfrüchte haben’s in sich

Kernig : Diese Sommerfrüchte haben es in sich

Es ist Beerenzeit. Heidelbeeren, Stechelbeeren und Johannisbeeren lassen sich vielfach verarbeiten und sind gut für die Verdauung. Steinobst wie Kirchen, Mirabellen und Pflaumen stärkt die Abwehrkräfte

Wenn es im Sommer heiß und sonnig ist, reifen sie im heimischen Garten oder auf den Plantagen der hiesigen Landwirte besonders gut: Sommerfrüchte. „Die Auswahl an regionalen Obstsorten ist in dieser Jahreszeit besonders vielfältig und abwechslungsreich“, sagt Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Während sich die Erdbeerzeit bald dem Ende neigt, erreichen Heidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren jetzt ihre Vollreife, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. „Die Früchte schmecken wunderbar im Speiseeis, eignen sich als Zutat in fettarmen Joghurts oder lassen sich zu Marmeladen oder Konfitüren verarbeiten“, erklärt Dr. Anja Luci. Die Beeren liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe. „Heidelbeeren haben beispielsweise einen hohen Ballaststoffgehalt, wirken antibakteriell und sind besonders wertvoll für die Verdauung“, weiß die Ernährungsexpertin.

Auch Steinobst wie Kirschen, Mirabellen oder Pflaumen haben demnächst Hochsaison. „Die Sommerfrüchte enthalten außen saftiges, süßes Fruchtfleisch und innen einen holzigen Kern. Ihr Gehalt an Vitaminen, Magnesium oder Eisen ist besonders hoch. Steinobst kann deshalb die Abwehrkräfte stärken und gilt als förderlich für den Knochenstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System“, sagt Dr. Anja Luci. Die Obstsorten von A wie Aprikose bis Z wie Zwetschge schmecken pur oder werden gern beim Backen als Belag auf Kuchen verarbeitet.

Noch ist Kirschenzeit. Die leckeren Früchte sind super gesund. Foto: dpa/Carmen Jaspersen
Aprikosen haben zurzeit Hochsaison. Foto: ZB/Patrick Pleul

„Grundsätzlich gilt: Alle Früchte sollten möglichst kalorienarm und frisch verzehrt werden. Aber Achtung: Mit fetthaltiger Schlagsahne oder größeren Mengen an Zucker wird der gesunde Effekt leider wieder zunichte gemacht“, so die Expertin. Außerdem könne insbesondere Steinobst eine blähende Wirkung haben. „Die kernigen Früchte haben einen relativ hohen Säureanteil. Wer sie noch unreif oder in größeren Mengen isst, kann Verdauungsprobleme bekommen“, warnt die Expertin. Bei importierten Früchten aus dem Ausland ist zudem aufgrund der Belastung mit Insektenschutzmitteln Vorsicht geboten: „Alle Früchte vor dem Verzehr gründlich waschen“, rät deshalb Dr. Anja Luci.

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