Die Türen stehen hier oft offen

Wie eine moderne und zeitgemäße Schule aussehen kann, zeigte die Gemeinschaftsschule Neunkirchen-Stadtmitte Viertklässlern und deren Eltern. Zum Tag der offenen Tür kamen viele, um sich zu informieren.

. Bereits im Eingangsbereich konnte man den Duft von frisch gebackenem Blätterteiggebäck schnuppern. Lehrerin Karin Schulz stellte in der Schulküche mit einigen Schülern die Hauswirtschaftskunde vor. "Hier können die Kinder schon früh die notwendigen Fingerfertigkeiten erlernen, um selbstständig gesunde Speisen zuzubereiten", erklärt Karin Schulz im Gespräch mit dem SZ-Reporter.

Vorbei an diversen Klassenräumen, in denen man den Unterricht beobachten konnte, erreichten die Gäste das "SHiP-Büro". Das SHiP Schüler-Hilfe-Projekt ist ein Beispiel für eine organisatorische Weiterentwicklung. "Wir bieten in unseren Büros die Möglichkeit, Probleme anzusprechen und direkt in der Schule zu lösen. Dabei wird nicht nur das Lehrpersonal entlastet, das Schüler mit privaten Problemen auch während der Schulzeit zu uns schicken kann, wir helfen auch Eltern bei Behördengängen und bei Schwierigkeiten des täglichen Lebens", so Johannes Fries, der das Projekt mitbetreut. Allgemein wird im Schulbetrieb, wie die Schulleitung betont, großer Wert auf soziale Kompetenzen gelegt.

"Wir arbeiten daran, neue Lernmethoden anzuwenden. Das heißt, wir versuchen, neben den klassischen Schulinhalten besonders die Persönlichkeit unserer Schüler durch Zuversicht, Vertrauen und Selbstvertrauen zu stärken", erklärt Sebastian Ecker, Koordinator der Schulleitung, mit Bezug auf das Projekt "Glück".

In der zweiten Etage der Schule - in der sich die Fachräume für Naturwissenschaften befinden - konnten die Gäste Experimente bestaunen. So wurde beispielsweise im Bereich Chemie das Prinzip der Extraktion durch die Herstellung von Citrus-Parfum anschaulich gemacht.

"Das Besondere an dieser Schule ist für mich, dass hier für jeden die Türen offenstehen. Dank des Schulkonzeptes hat man als Lehrender die Möglichkeit, die Schüler optimal zu betreuen und so für einen toleranten, positiven und respektvollen Umgang zu sorgen", erzählt Denis Riegelmann, Referendar im Bereich Naturwissenschaften.

Ein Beispiel für die "offenen Türen" der Schule zeigt sich auch in der Unterstützung von mehr als 60 Flüchtlingen, die von Lehrern und Studenten betreut werden. "Das Erlernen der deutschen Sprache ist der Schlüssel für Bildung und Integration", erklärt Schulleiterin Monika Jung-Reis.