Die Skate-Halle wird immer bunter

Verband russischsprachiger Jugend in Deutschland gestaltet in Workshops neue Graffitis für Wiebelskircher Jugendtreff.

Es wird noch bunter in der Skate-Halle beim Haus am See in Wiebelskirchen. Im Treffpunkt für viele Jugendliche im Ort finden sich schon zahlreiche Graffitis in allen Formen und Farben. Nun soll noch ein ganz Besonderes hinzukommen.

Der Junost, ein Verband der russischsprachigen Jugend in Deutschland, lässt das Graffiti aktuell in verschiedenen Workshops an drei Samstagen im Mai und Juni in Wiebelskirchen entstehen. Der erste Workshop fand nun in der Skate-Halle statt. "Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen als Gruppe zusammenwachsen, aber sie sollen dabei natürlich auch Spaß haben", erklärte Projektleiterin Shenja Ruthenberg der SZ.

Seit Oktober vergangenen Jahres kooperiert der Jugendtreff "Haus am See" in Wiebelskirchen mit Junost, um vor allem russischsprachige Jugendliche aus Wellesweiler zusammenzubringen. Damals gab es gemeinsame Fußballspiele und Spieleabende, jetzt soll mit dem Graffiti-Projekt auch ein künstlerisches Freizeitangebot geschaffen werden. Dafür hatten sich der Jugendtreff und Junost mit Polina Trishkina zusammengetan. Die Kunststudentin aus Saarbrücken, die eigentlich an der Hochschule der Bildenden Künste Bildhauerei studiert, hatte sich bereits im Vorfeld mit den Jugendlichen ein Motiv für das Graffiti in der Skate-Halle überlegt: "Wir haben uns vorher Gedanken gemacht. Damals war es sehr heiß und wir hatten einfach große Lust auf eine Portion Eiscreme. Deshalb wird das jetzt unser Motiv", so Trishkina.

Neben dem eigentlichen Motiv soll dann auch der Schriftzug mit dem Wort "Morojenoe" (russisch für Eiscreme) das Graffiti zieren. Zu den Sprühdosen griffen beim ersten Workshop Daniel Zalkinder (13) aus Saarbrücken sowie Vladislav Kravchenko (13) und Karina Ramm (10) aus Neunkirchen. Die drei waren schon öfter zum Skaten in der Halle in Wiebelskirchen.

Die Idee für den Workshop mit Polina Trishkina fanden sie auch auf Anhieb richtig gut: "Ich finde, das macht schon richtig viel Spaß. Ich könnte mir schon vorstellen, mich auch alleine an ein paar Graffitis zu versuchen. Aber natürlich nur dort, wo es auch erlaubt ist", erzählte Vladislav Kravchenko.