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Die Satanic Voices gegen Konzert in Neunkirchen

Konzert Neunkirchen : Die Voices machen einfach weiter

Die Altrocker aus Neunkirchen brachten bei ihrem Comeback die Stummsche Reithalle zum Kochen.

Auch die Pause von neun Jahren konnte den Elan und die Begeisterung von Satanic Voices für ihre Musik und Liveauftritte nicht stoppen. Pünktlich zum 30-Jährigen Bühnenjubiläum zeigten Georg „Atom“ Zott, Jule „Jadeprinz“ Hübken, Frank „Schwonzie“ Müller, Rob Fuchs, Haas „Hitman“ Gerber und Uwe „Fitsch“ Fischer am Samstag in der Stummschen Reithalle, dass sie nichts verlernt haben.

Das Publikum, eine Mischung aus Rockern und Punkern, aus Jung und Alt, aus Student und Professor, erlebte ein Comeback, wie es nicht besser hätte sein können. Angeheizt von den Vorgruppen Pussy nochwas, Gnadenlos, Johnny & Friends sowie Burlesquerettes, kochte die Stimmung beim Auftritt von Satanic Voices über. Georg „Atom“ Zott zeigte sich überrascht: „Wir hätten nicht gedacht, dass wir nach der langen Abwesenheit ein so gemischtes Publikum antreffen. Auch nicht, dass unsere älteren Stücke bei den Jungen so gut ankommen.“ Wie gut die Musik ankam, zeigten die acht Zugaben, die das begeisterte Publikum frenetisch forderte.

Ihre Musik bezeichnen Satanic Voices selbst als „Prolo-Rock“. Zusätzlichen Spaß und Abwechslung gewährleisten die deutschen Texte, die hart und kompromisslos auf den Punkt gebracht werden. Die Sechs verstehen sich als ausgesprochene Live-Band und lassen, was Gigs angeht, von jeher nichts anbrennen.

Nachdem sich die Band 2011 nach 22 Jahren auflöste, kam Uwe „Fitsch“ Fischer im Frühjahr 2019 auf die Idee, die Band wieder ins Leben zu rufen. Zott: „Er war der Meinung, die Menschheit braucht einfach die guten alten Satanic Voices.“ „Atom“ Zott, in der Besetzung von 2011 noch am Bass, sagte direkt zu. Nach kurzer Zeit konnten „Haas“ Gerber und „Jadeprinz“ Hübken, Mitglieder der Ur-Besetzung von 1989, für die Wiederauferstehung gewonnen werden. Mit Rob Fuchs und „Schwonzie“ Müller konnten zwei weitere Musiker gewonnen werden.

Nachdem man sich in Fischers denkmalgeschützten Hallen einen Proberaum eingerichtet hatte, ging es im Frühjahr 2019 mit dem Proben los. Schon im Juli fand der erste, mehr als nur gelungene Test-Gig in Ballweiler statt. Das Publikum wollte mit der Band, die nach wie vor ihren Chaotismus pflegt, wieder geile Partys feiern. Zott: „Und so beschlossen wir, es geht weiter mit dem Unsinn.“ Die Fans nahmen die Entscheidung begeistert auf.