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Die Leerstandsquote liegt bei 0,3 Prozent

Die Leerstandsquote liegt bei 0,3 Prozent

GSG-Geschäftsführer Guido Esseln hat jetzt den Ortsrat Wellesweiler über die Arbeit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft informiert. Der besondere Blick galt der Flüchtlingsunterbringung in Neunkirchen.

. Zu Beginn seiner Sitzung am Mittwoch im evangelischen Gemeindezentrum gedachte der Ortsrat Wellesweiler seines Mitgliedes Heribert Funk. Der 81-Jährige, der seit 2002 der SPD-Fraktion im Ortsrat angehörte, war Ende Januar nach längerer Krankheit verstorben. Für ihn kehrt Karl-Heinz Bentz in den Ortsrat zurück. Er wurde in der Sitzung von Ortsvorsteher Hans Kerth per Handschlag verpflichtet. Bentz gehörte dem Ortsrat schon in der vergangenen Legislaturperiode an.

Zentrales Thema der Sitzung waren die Ausführungen von GSG-Geschäftsführer Guido Esseln zur Arbeit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft im Allgemeinen und zur Flüchtlingssituation in Neunkirchen aus Sicht der GSG im Besonderen. Esseln informierte den Ortsrat, dass die GSG zum Stichtag 31. Dezember im gesamten Stadtgebiet über 1958 Wohnungen verfügt habe. 584 Wohnungen unterhält die GSG in Wellesweiler und die sind nach Angaben des Geschäftsführers von 35 bis 40 Prozent der Ortsbevölkerung bewohnt. Die Nachfrage nach GSG-Wohnungen sei groß und deshalb betrage die Quote der Leerstände lediglich 0,3 Prozent, erklärte Esseln. Das sei zwar erfreulich für die Gesellschaft, sagte er weiter, aber weniger gut im Hinblick auf die Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge . "Das ist für uns seit anderthalb Jahren das Thema Nummer eins", betonte Esseln, weil die GSG als kommunales Wohnungsunternehmen eine soziale Verantwortung habe. Der Geschäftsführer reagierte deshalb mit Unverständnis und Verärgerung auf Gerüchte und Anfeindungen, denen sich die GSG vornehmlich in den sozialen Netzwerken ausgesetzt sieht. Mit Nachdruck wies Esseln den Vorwurf zurück, die GSG vermiete ihre Wohnungen nur noch an Flüchtlinge . Tatsächlich habe die GSG derzeit lediglich 38 Wohnungen an die Stadt als Flüchtlingsunterkünfte vermietet, "und das sind gerade 1,95 Prozent unseres Bestandes", stellte Guido Esseln klar. 22 dieser Wohneinheiten und damit der größte Teil befindet sich im Wohngebiet Schaumbergring, vier Wohnungen hat die GSG in Wellesweiler an die Stadt vermietet.

Weiteres Thema der Sitzung war die Seniorenfeier des Ortsrates am 18. September im evangelischen Gemeindezentrum. Hierzu hat der stellvertretende Ortsvorsteher Dieter Steinmaier (SPD ) schon frühzeitig das Programm festgelegt.