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Die Kreativität liegt in der Familie

Die Schwestern Ute Apel, Ursel Weis und Ellen Leuk (von links) zeigen im Komm-Zentrum Neunkirchen ihre Bilder. Foto: Anika Meyer
Die Schwestern Ute Apel, Ursel Weis und Ellen Leuk (von links) zeigen im Komm-Zentrum Neunkirchen ihre Bilder. Foto: Anika Meyer FOTO: Anika Meyer
Neunkirchen. Neun Schwestern gehören zu einer Neunkircher Großfamilie. Drei von ihnen haben sich jetzt getroffen, um ihr gemeinsames Hobby vorzustellen. Sie lieben die Malerei. Die Früchte ihrer Arbeit sind noch bis Ende April im Komm-Zentrum zu sehen. Anika Meyer

Dass drei Künstlerinnen gemeinsam ausstellen, das gibt es öfter. Außergewöhnlich wird die Sache, wenn die drei Künstlerinnen auch noch Schwestern sind, wie bei Ellen Leuk , Ursula Weis und Ute Apel. "Kreativität liegt bei uns in der Familie", erklären sie bei der Vernissage im KommZentrum Neunkirchen .

Von diesen kreativen Geschwistern gibt es noch sechs weitere. Manche lebten die Veranlagung mit Handwerken aus, andere ebenfalls mit Kunst, so Leuk , Weis und Apel. Eine weitere Schwester hätte mit ihren Werken ebenfalls die Ausstellung bereichern können, wäre die Anreise nicht so weit gewesen. Sie lebt in Las Vegas.

Die Kreativität komme von Mutter und Großmutter, beide Näherinnen, so die drei Schwestern . Außerdem habe die Mutter generell einfach alles Mögliche selbst gemacht. "Bei einer elfköpfigen Familie ging das nicht anders." Das Elternhaus der Künstlerinnen in Wellesweiler steht noch immer. In Neunkirchen ist aber nur Apel geblieben. Leuk lebt in Köln, Weis in Zweibrücken. Zur Malerei kamen sie auf unterschiedlichen Wegen. "Ich habe nachts im Fernsehen gesehen, wie jemand gemalt hat. Da dachte ich: Das kann ich auch", erzählt Ursula Weis. Sie hatte richtig vermutet. Was da so spontan entstand, sieht kaum nach erstem Versuch aus. Eine sattgrüne Landschaft mit ansprechender Komposition, Perspektive, Licht und Schatten - alles drum und dran. Auch ihre anderen Werke zeigen hauptsächlich afrikanische, toskanische oder maritime Landschaften. Apel ist durch den Beruf als Erzieherin zum Malen gekommen. "Da muss man immer etwas Kreatives vorweisen können." Am liebsten arbeitet sie mit Pastellkreide. Von ihr sind Landschaften mit blühender Vegetation oder auch mal kuriosen Felsformationen zu sehen, außerdem modern inspirierte Bilder, die Neunkircher Wahrzeichen aufgreifen. Leuk hat mit dem Malen "einfach irgendwann angefangen". In ihr geschlummert habe es schon immer. Häufiger als bei ihren Schwestern , trifft man bei ihr auf Menschen, Tänzer vor allen, wenn auch manchmal nur schemenhaft. "Tänzerin" hat Leuk auch ein abstraktes Bild genannt, bei dem Kaffeesatz ein dynamisches Muster bildet.

Es sei die erste Malerei-Ausstellung im Komm-Zentrum, stellte Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky, der bei der Vernissage am Dienstag die Gäste begrüßte, fest. "Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat." André Noltus, Neunkircher Autor, meinte: "Alle drei Künstlerinnen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Werke Freude, Farbe und trotz relativer Heimatverbundenheit Fernweh ausdrücken."

Die Ausstellung ist zu sehen bis Ende April, geöffnet auf Anfrage. Interessierte können sich unter Telefon (0 68 21) 91 92 32 anmelden.